Keinen Neubau für Zentrifuge

Die Kläranlage Gersthofen (Bild) plant eine Zentrifuge zur Schlammbehandlung. Foto: Stadt Gersthofen

Die bisherige Planung zur Unterbringung der erforderlichen Maschinentechnik für die Schlammbehandlung bei der Gersthofer Kläranlage ging von der Errichtung eines neuen Gebäudes für die geplante Zentrifuge aus. Die Kostenvergleichsrechnung nannte dabei einem Betrag in Höhe von 590.000 Euro.

Die öffentliche Ausschreibung brachte dann allerdings Ernüchterung. Das Ergebnis lag mit rund einer Million Euro deutlich darüber. Die Schätzung der Kostenvergleichsrechnung, die für die Grundsatzentscheidung erstellt wurde, lag damit um 400.000 Euro günstiger.
Die Bauverwaltung suchte aus diesem Grund nach Einsparpotenzial. Dazu gab sie eine Machbarkeitsstudie in Auftrag. Das Resultat: Es sei möglich, die Zentrifuge in einem bestehenden Gebäudeteil unterzubringen.

Notwendiger Ersatzbau

Dieses Bauwerk wird allerdings unter anderem als Lager und Stellplatz für einen Traktor genutzt. Für diese Nutzung muss deshalb ein neues Gebäude erstellt werden. Der Neubau dafür fällt jedoch kleiner und niedriger aus und ist nicht unterkellert. Die gesamten Baukosten beziffert die Studie mit circa 640.000 Euro. Damit werden in etwa wieder die ehemals erwarteten Kosten erreicht.
Um die Studie verwirklichen zu können, ist der qualifizierte Abschluss des bisherigen Ingenieurvertrags und der Abschluss eines neuen erforderlich. Für die neuen Gebäudeteile muss zudem das Baurecht erwirkt werden.
Der Zeitplan sieht wie folgt aus: Die Umsetzung der zentralen Maßnahme mit dem Einbau und der Inbetriebnahme der Maschinentechnik kann noch heuer erfolgen.
Das neue Gebäude im Rahmen des Ersatzprojekts wird möglicherweise aber erst im Jahr 2017 verwirklicht. Dafür ist nämlich noch eine Baugenehmigung erforderlich.
Die Kläranlage Gersthofen geht bis ins Jahr 1963 zurück. Damals ging das erste Werk unter Bürgermeister Georg Wendler in Betrieb. Die aufstrebende Entwicklung Gersthofens führte kontinuierlich zur Erweiterung. So entstanden von 1981 bis 1983 Belebungs- und Nachklärbecken. Heute steht die Anlage für einen hochtechnisierten mechanisch-biologischen Reinigungsvorgang, der über mehrere Stationen abläuft.

Einstimmige Entscheidung

Die Mitglieder des Bauausschusses votierten dafür, die Verwaltung zu beauftragen, die Planung für die Schlammbehandlung im Sinne der vorgestellten Studie weiter zu verfolgen. Darüber hinaus soll der Bauantrag gestellt und die Maßnahmen ausgeschrieben werden. Die Entscheidungen dafür fielen einstimmig. (spr)
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