Klimafreundliche Trinkwasserversorgung

In der öffentlichen Wasserversorgung wird viel Energie benötigt. Eine aktuelle Studie besagt, dass die vorhandenen Anlagen für die öffentliche Wasserversorgung und die Abwasserbehandlung einen jährlichen Strombedarf von vergleichsweise rund 1,6 Millionen Vier-Personen-Haushalten verbrauchen.

Energieeinsparpotenziale sind deshalb gefragt. Auch bei den Stadtwerken Gersthofen. Dort will man mit einer Reihe von Maßnahmen den Energiebedarf der Wasserversorgung um rund zehn Prozent reduzieren.
Das Gersthofer Vorhaben läuft unter dem Motto „Klimafreundliche Trinkwasserversorgung“. Bei diesem Klimaschutz-Teilkonzept werden die Stadtwerke vom Bundesumweltministerium unter die Arme gegriffen. Das Ministerium fördert mit der Nationalen Klimaschutzinitiative unter anderem die Entwicklung von Ideen zur Steigerung der Energieeffizienz und Energieeinsparung in der Trinkwasserversorgung.

Verbesserung der Energieeffizienz

Die Stadtwerke Gersthofen haben sich erfolgreich um die Aufnahme in das Förderprogramm beworben. So erstellt das Wasserwerk mit fachkundiger Unterstützung ein Konzept zur Verbesserung der Energieeffizienz in der Wasserversorgung.
Das Konzept dient als strategische Planungs- und Entscheidungshilfe, um zu zeigen, wie mit klimafreundlichen Maßnahmen Treibhausgase und Energieverbräuche nachhaltig reduziert werden können. Neben der Bestandsanalyse und der Erstellung einer Energie- und Co2-Bilanz gehört auch die Ausarbeitung eines Maßnahmenkatalogs zu den Inhalten des Förderprogramms.

Verbesserung der Pumpsteuerung

Obwohl die Trinkwasserversorgung zu den klimafreundlichsten Branchen zählt, konnten die Stadtwerke durch die Teilnahme an der Förderinitiative weitere Energieeinsparpotenziale identifizieren. Sie werden mit rund zehn Prozent angegeben. Ermöglicht wird dies durch den Verbau von energieeffizienten Netzdruckpumpen und der Verbesserung der Pumpsteuerung. Damit erfolgt eine Betriebsoptimierung im Sinne des Klimaschutzes.
Das Gesamtvolumen beziffern die Stadtwerke auf knapp 50.000 Euro. Davon steuert das Bundesumweltministerium eine 50-prozentige Förderung bei. (pm/spr)
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