Nein zur Nachverdichtung

Im Bereich südlich der Bahnhofstraße, wie hier im Bereich der Brahmsstraße (Bild), soll keine städtebauliche Nachverdichtung erfolgen. So entschied der Planungsausschuss der Stadt Gersthofen. Foto: Siegfried P. Rupprecht

Im Gebiet zwischen Bahnhof-, Brahms-, Ziehrer- und Schubertstraße soll es im Zusammenhang mit einem Nachverdichtungspotenzial alles beim Alten bleiben. Darauf einigten sich die Mitglieder des Planungsausschusses der Stadt Gersthofen mehrheitlich in ihrer letzten Sitzung.

Wenn Experten von einer städtebaulichen Nachverdichtung sprechen, meinen sie damit, das Nutzen freistehender Flächen innerhalb einer bereits bestehenden Bebauung. Sie kann unter anderem durch das Schließen von Baulücken, durch Abriss vorhandener Bauten und Errichtung größerer Bauten sowie durch ein Aufstocken von vorhandenen Immobilienobjekten erfolgen.
Hintergrund für die Behandlung des Themas im Planungsausschuss war ein Wunsch im Bauausschuss. Dort wurde geäußert, das Gebiet auf eine Nachverdichtung hin zu betrachten. Konkret:
Im Vorfeld der Entscheidung teilte das Bauamt mit, dass es in dem betreffenden Bereich keine städtebauliche Notwendigkeit für die Änderung der Bebauungspläne in Bezug auf eine Nachverdichtung sehe. Die dort bereits geltenden Nutzungskennziffern für Allgemeine Wohngebiete würden bereits eine ausreichend dichte Bebauung ermöglichen.

Bereits Befreiungen erteilt

Zudem sei die bessere Ausnutzung der Grundstücke durch vom Bauausschuss erteilte Befreiungen für bis zu einem Vollgeschoss möglich, hieß es weiter. Das hieß: Befreiungen für vier Geschosse, wo im Bebauungsplan drei Geschosse und drei Geschosse, wo im Bebauungsplan zwei Geschosse zulässig seien. Eine Bebauung über dieses Maß hinaus sei aus städtebaulichen und stadtgestalterischen Gesichtspunkten nicht vertretbar, verdeutlichte die Verwaltung.
CSU und W.I.R. lehnten eine Nachverdichtung ab und plädierten dafür, dass keine Vorbereitungen für die Änderung der bestehenden Bebauungspläne getroffen werden. Bei der Abstimmung fand sich mit 8:4-Stimmen eine deutliche Mehrheit dafür, keine Nachverdichtung zuzulassen. (spr)
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