Neuer Stromliefervertrag

Der Gersthofer Stadtrat hat Bürgermeister Michael Wörle (Bild) ermächtigt, die Vergabe der Stromlieferung nach Abschluss der Bieterauktion vorzunehmen und den Zuschlag an die in den Losen günstigsten Bieter zu erteilen. Foto: Siegfried P. Rupprecht

Der aktuelle Stromliefervertrag zwischen der Stadt beziehungsweise den Stadtwerken Gersthofen und der E.ON Energie GmbH läuft Ende dieses Jahres aus. Aus diesem Grund bereiten die Stadtwerke aktuell eine europaweite Ausschreibung für den Lieferzeitraum von Anfang 2017 bis Ende 2019 vor. Nun ermächtigte der Stadtrat Bürgermeister Michael Wörle, die Vergabe der Stromlieferung nach Abschluss der Bieterauktion vorzunehmen und den Zuschlag an die in den Losen günstigsten Bieter zu erteilen.

Die Stromlieferung werde, wie die Stadtwerke mitteilten, in vier Lose aufgeteilt. Darin sind jeweils Abnahmestellen der Kategorien Heizstrom, Straßenbeleuchtung, Standardlastprofil und registrierende Leistungsmessung zusammengefasst.
Insgesamt wird ein jährlicher Verbrauch von rund 5.500.000 Kilowattstunden (kWh) ausgeschrieben. Unter Berücksichtigung aktueller Marktpreise gehen die Stadtwerke von einem gesamten Auftragsvolumen in Höhe von rund 500.000 Euro aus.

Lieferung von Ökostrom

In diesem Zusammenhang hat auch der Ökostrom, der bereits seit 2014 beschafft wird, seinen Stellenwert. Im Sinne des Energieleitbilds der Stadt wird deshalb auch für den neuen Zeitraum die Lieferung von Ökostrom ausgeschrieben. Die Vergabe erfolgt im Wege eines offenen Ausschreibungsverfahrens mit elektronischer Auktion.
Die erste Phase des zweiphasigen Vergabeverfahrens endet am Mittwoch, 17. August, unter anderem mit der Prüfung der Angebote und Nachweise. Der Angebotspreis ist da noch nicht bindend und kann in der zweiten Phase angepasst werden.
Vom 22. August bis 31. Oktober erfolgt mit der Phase 2 der Auktionszeitraum mit verbindlicher Preisabgabe. Innerhalb dieser Phase findet an einem noch festzulegenden Datum eine Bieterauktion statt. Diese Flexibilität erlaube es, auf das dynamische Preisumfeld reagieren zu können und den finalen Auktionstermin so zu legen, dass niedrigere Angebote für Strompreise erwartet werden können, so die Stadtwerke. Der Angebotspreis sei neben der Anforderung von 100 Prozent Ökostrom das einzige Entscheidungskriterium.

Risikoaufschläge vermeiden

Die Information der unterlegenen Bieter erfolgt unverzüglich nach Abschluss der elektronischen Auktion. Sie wird spätestens am Tag nach Abschluss der elektronischen Auktion übermittelt, um die Risikoaufschläge auf den Arbeitspreis durch kurze Bindefristen gering zu halten beziehungsweise zu vermeiden. Gleichzeitig wird der Bieter, der das wirtschaftlichste Angebot abgegeben hat, informiert. Die formale Zuschlagserteilung dürfe, ergänzen die Stadtwerke, erst zehn Kalendertage nach Absendung der Information an die unterlegenen Bieter erfolgen.
Eine Vergabeentscheidung muss deshalb innerhalb von 24 Stunden getroffen werden. Daher war es erforderlich, dass der Stadtrat den Bürgermeister vorab bevollmächtigt, den Zuschlag an den Auktionsgewinner zu erteilen. (spr)
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