Neues Jugendzentrum geplant

Direkt neben der Eyüp-Sultan-Moschee (links) entsteht ein neues Kinder- und Jugendzentrum der Türkisch-Islamischen Gemeinde. Dazu wird das Gebäude rechts im Bild abgerissen. Foto: Siegfried P. Rupprecht

Die Türkisch-Islamische Gemeinde Gersthofen plant unmittelbar neben der Eyüp-Sultan-Moschee an der Augsburger Straße 100 den Neubau eines Kinder- und Jugendzentrums. Das Gebäude soll auch eine Wohnung für den Religionsbeauftragten beinhalten. Der Bauausschuss der Stadt hat dem Projekt in seiner letzten Sitzung zugestimmt.

Um den Neubau zu verwirklichen, muss das bestehende Wohngebäude neben der Moschee abgerissen werden. Es wird durch einen dreigeschossigen Neubau mit den Abmessungen von rund 16 mal elf Metern ersetzt.
Wie Planer Yilbirt Sedat ausführt, befindet sich bei dem Bau im Keller ein Pausenraum mit Küche und Lager. Im Erdgeschoss ist eine Bildungsstätte für 25 Kinder vorgesehen.
Im ersten Stockwerk entsteht ein Wohnheim mit sechs Zimmern und zwölf Betten. Das Dachgeschoss erhält eine Wohnung mit unter 90 Quadratmeter. Der Pausenraum im Keller wird zeitlich getrennt genutzt von dem Jugendwohnheim und der Bildungseinrichtung.
Das Dach weist laut Plan eine Neigung von 45 Grad auf. Die erforderlichen Stellplätze werden zwischen den Gebäuden und östlich der bestehenden Moschee angeordnet.

Bau fügt sich in Wohngebiet ein

Das Bauamt kommt in seiner städtebaulichen Beurteilung zu dem Schluss, dass sich das geplante Gebäude als Bildungseinrichtung, Wohnheim und Wohnung in ein sogenanntes „Allgemeines Wohngebiet“ einfügt. Diese Feststellung trifft es auch hinsichtlich des Maßes der drei Vollgeschosse in Bezug zur umgebenden Bebauung.
Für die Bildungseinrichtung von 25 Kindern hat das Bauamt fünf Stellplätze, für die Wohnung im Dachgeschoss 1,5 und für das Jugendwohnheim sieben Stellplätze errechnet. Die insgesamt 13,5 Stellplätze und der bisherige Bedarf von neun Stellplätzen können nachgewiesen werden. Nachdem die Grundstücke teilweise auf dem Nachbargrundstück liegen, sei allerdings eine grundbuchrechtliche Sicherung erforderlich, so das Bauamt.

Kooperativer Umgang

Das neue Kinder- und Jugendzentrum gehört wie der Moscheeverein zur Türkisch-Islamischen Religion (DITIB). Der Dachverband vereint bundesweit rund 900 Ortsgemeinden. Ziel sei es, Muslime einen Ort zur Ausübung ihres Glaubens zu geben und einen Beitrag zur Integration zu leisten, so DITIB nach eigenen Worten. „Wir sind eine überparteiliche Organisation, verbieten jede Art von parteipolitischer Aktivität in den Vereinsräumen und pflegen einen offenen, kooperativen Umgang und Dialog mit allen Institutionen und Religionen“, heißt es weiter. (spr)
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