Neugestaltung konkretisiert

Der Planungsausschuss der Stadt Gersthofen nahm zu Änderungen und Wünsche im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Bahnhofsareals Stellung. Foto: Siegfried P. Rupprecht

Die Neugestaltung des Bahnhofsareals in Gersthofen soll nicht nur konkretisiert und vorbereitet, es sollen auch Kosteneinsparungen geprüft werden. Dazu wurden vom Planungsausschuss der Stadt fünf Punkte mehrheitlich beschlossen und dem Stadtrat zum Votum empfohlen.

So sollen nun statt der beschlossenen Kaphaltestellen an der Bahnhofstraße Busbuchten vorgesehen werden. Die Gersthofer Verkehrsgesellschaft (GVG) argumentierte, dass Busse dort eventuelle Wartezeiten überbrücken können. Dies wäre an einer Kaphaltestelle nicht praktikabel. Die Umplanung verursacht allerdings neben Planungskosten auch rund 108.000 Euro Bau-Mehrkosten.
Einverständnis herrschte auch, auf dem westlichen Park & Ride-Platz zusätzlich zu denen an der Bahnhofstraße Bushaltestellen vorzusehen. Dadurch wären Wartezeiten für Busse kein Problem, zudem wäre der Weg der Fahrgäste kurz und komfortabel. Für diese Variante sprachen sich wegen der höheren Sicherheit auch Polizei, Straßenbauamt und der Behindertenbeauftragte des Landratsamts aus.
Ein Diskussionspunkt war zudem der Park & Ride-Platz auf der Ostseite. Er soll nun mit rund 24 Stellplätzen am alternativen südlicheren Standort realisiert werden, wenn dies aus naturschutzfachlicher Sicht möglich ist.
Nach Ansicht des Stadtbauamts würde dem Zauneidechsenhabitat eine Verschiebung sogar zu Gute kommen. Mehr Beeinträchtigungen könnte es allerdings für die Saatkrähenkolonie geben. Deshalb müsse zunächst eine Kartierung der Saatkrähennester durchgeführt werden, um festzustellen, wie viele Nester tatsächlich betroffen wären, so die Verwaltung. Die Entfernung einzelner Nester, die als geschützte Lebensstätten gelten und auch im nicht bewohnten oder genutzten Zustand erhalten bleiben müssen, wäre mit einer Ausnahmegenehmigung möglich. Sollte die Realisierung der Stellplätze im südlicheren Standort nicht möglich sein, wird der bisherige beibehalten.

Statt Treppe nun Rampe

Weiter soll der südliche Bahnsteigzugang statt mit einer Treppe mit einer Rampenanlage ausgestattet werden. Dies bringt eine Einsparung von circa 350.000 Euro. Bei einem barrierefreien Zugang müsste jedoch ein zusätzlicher Weg gebaut werden, der wiederum Mehrkosten mit sich bringt.
Darüber hinaus sollen laut Entscheidung des Planungsausschusses auf die Stege durch das Wäldchen verzichtet (Einsparung: rund 48.000 Euro) und die Gestaltung der angedachten Reminiszenz an das Bahnhofsgebäude verändert werden. Mit letzterer Variante wird eine Einsparung von rund 25.000 Euro erreicht.

Diskussion um WC-Anlage

Eine spontane Debatte gab es über die Errichtung von Toiletten am Bahnhof, obwohl über sie gar kein Abstimmungspunkt vorlag. Der Arbeitskreis Bahnhof war nämlich unschlüssig, ob Sanitäranlagen geschaffen werden sollen oder ob die geschätzten 180.000 Euro Herstellungskosten eingespart werden könnten.
So entwickelte sich die WC-Anlage im Gremium zum Streitpunkt. W.I.R. und CSU wollten darüber abstimmen, unterlagen aber mit einer Stimme. Pro Gersthofen wollte erst die gesamten Unterlagen einsehen und eventuell andere Betreibermodelle, die keine Nachfolgekosten verursachen, um fundiert entscheiden zu können. (spr)
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.