Pestalozzischule hat Nase vorn

Ursprünglich sollte in der Gersthofer Mozartschule eine gebundene Ganztagsschule errichtet werden. Nun erhält die Pestalozzischule (Bild) das Angebot an die Schüler. Foto: Siegfried P. Rupprecht

Mitte des letzten Jahres hatte der Sozial- und Ordnungsausschuss der Stadt Gersthofen noch die Errichtung eines gebundenen Ganztagszuges an der Mozart-Grundschule beschlossen. Nun hob das Gremium diesen Beschluss einstimmig auf. Die gebundene Ganztagsschule soll nun an der Pestalozzischule errichtet werden.

Hauptgrund der ursprünglichen Standortwahl Mozartschule war, dass der Hort und die Mittagsbetreuung, die derzeit im Keller untergebracht sind, in einen Anbau verlagert werden sollen. In diesem Zusammenhang sollte die Ganztagsschule aufgebaut werden.
Zwischenzeitlich wurden an der Mozartschule jedoch einige Maßnahmen zur Verbesserung der Kellerräume durchgeführt. So erhielten die Räumlichkeiten unter anderem einen neuen Bodenbelag und Brandschutzmaßnahmen. Es müssen lediglich noch die Baumaßnahmen an den Toiletten fortgesetzt werden. Damit ergab sich - auch für die Ganztagsschule - eine geänderte Sachlage.
Sowohl die Lehrer als auch die Schulleitung und der Hausmeister der Mozartschule sahen nun keinen Bedarf mehr für eine Verlagerung. Somit empfahl die Stadtverwaltung, den Hort und die Mittagsbetreuung im Keller zu belassen.

Pestalozzischule besser geeignet

Die Regierung von Schwaben empfahl darauf hin, die gebundene Ganztagsschule an der Pestalozzischule zu errichten. Sowohl aus betrieblicher wie auch aus räumlicher Sicht wäre die Pestalozzischule für dieses Angebot besser geeignet, hieß es.
Konkret: die Pestalozzischule ist vierzügig. Damit ist die Flexibilität der dortigen Klassenbildungen wesentlich variabler als an der Mozartschule. Dadurch können Kinder, die das gebundene Ganztagsangebot nicht in Anspruch nehmen, leichter auf die Regelklassen aufgeteilt werden.
Für die Mozartschule wurde vom Staatlichen Schulamt mittelfristig eine Zweizügigkeit prognostiziert. Bei einer Zweizügigkeit müssten diese Kinder, sobald die maximale Klassenstärke erreicht ist, einer anderen Schule zugewiesen werden. Nach den Vorgaben des Kultusministeriums darf es durch die Einrichtung eines Ganztagszuges nämlich keine Klassenmehrung geben.

Angebot dort, wo Bedarf am höchsten

Noch etwas anderes spricht für die Pestalozzischule: Grundsätzlich sollte das Angebot an der Schule errichtet werden, in der der Bedarf am höchsten ist. Da die Pestalozzischule die größte Grundschule vor Ort ist, ist der Bedarf an einem gebundenen Ganztagsangebot an dieser Einrichtung am höchsten. Das wurde auch durch eine Bedarfsabfrage festgestellt.
Das Standardraumprogramm sei von der Regierung von Schwaben schon übersandt worden, teilte die Stadtverwaltung mit. Es wurde auf der Grundlage der vom Staatlichen Schulamt geprüften Schüler- und Klassenzahlprognose aufgestellt. Ausgelegt ist es auf 16 Klassen mit Räumen für den Ganztagsbereich. Das Programm bekommt der Sozial- und Ordnungsausschuss in einer weiteren Sitzung zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt.
In einem weiteren Schritt werden Rektor Ulrich Hierdeis und die Lehrer der Pestalozzischule mit eingebunden. Dabei sollen die Überlegungen, aber auch die Forderungen der Lehrerschaft einfließen. (spr)
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