Prioritätenliste: Es mangelt an Personal


Im Finanzausschuss der Stadt Gersthofen debattierten die zuständigen Stadträte mit Bürgermeister Michael Wörle und Kämmerer Manfred Eding über den Haushalt 2017. Unter anderem sprachen sie über die Kosten für das Betriebsgebäude der Gersthofer Verkehrsgesellschaft GVG. Wörle betonte, die geplanten Ausgaben in Höhe von nur 110 000 Euro entsprächen lediglich der dringend notwendigen Instandhaltung. "Wir brauchen erst Rechtssicherheit für den Erhalt des Busbetriebs, um dort zu investieren." Derzeit diskutiere man noch über Planung und künftige Gestaltung des öffentlichen Nahverkehrs in Gersthofen, teilte Kämmerer Eding auf Nachfrage mit.

Die nicht behindertengerechte Mehrzweckhalle in Batzenhofen war ein weiterer Punkt, der zur Debatte stand. Seitens der Stadt hieß es, die Halle stünde bereits in der Projektliste des Bauamts, allerdings nicht an vorderster Position. Man habe zwar Bedarf für alle öffentlichen Gebäude, jedoch wenig personelle Ressourcen im Bauamt. Deshalb arbeite man die vom Bauausschuss genehmigte Liste nach und nach ab.

Die Ausgaben für den Straßenunterhalt der Stadt Gersthofen und der zugehörigen Ortsteile hat Kämmerer Eding für 2017 mit knapp 2,8 Millionen Euro veranschlagt. Zusätzlich sind Ausgaben in Höhe von 450 000 Euro allein für die Straßenbeleuchtung und deren Unterhalt vorgesehen. 1,5 Millionen Euro investiert die Stadt für neue Straßen.

Für ihre Park- und Grünanlagen sowie ihre 34 Spielplätze stellt Gersthofen circa 580 000 Euro für neue Investitionen sowie 132 000 Euro für den laufenden Unterhalt zur Verfügung.

Weiter standen die gestiegenen Energiekosten auf der Debattierliste des Finanzausschusses. Seitens der CSU kam die Anregung, die Energiekosten der einzelnen Gebäude aufzulisten, das mache die Ausgaben transparenter. Denn es stelle sich doch die Frage: "Entweder verbrauchen wir mehr oder die Anbieter kosten mehr." Kämmerer Eding begründete die gestiegenen Energiekosten unter anderem mit der Reparatur des Blockheizkraftwerks im Rathaus (8000 Euro) und damit, dass nicht nur das Rathaus und die Stadthalle, sondern auch das Gebäude des Gasthauses Strasser seit 2016 an die Heizanlage angeschlossen sei.

Die Matschanlage des Kindergartens St. Hedwig sorgte dann für heitere Minuten im Finanzausschuss. Der SPDler Schönfelder sorgte sich um Folgekosten, würde diese Matschanlage eingerichtet: "Ist das Konzept dafür auch durchdacht worden, braucht es dann nicht auch Duschen für die Kinder?" Nein, hieß die Antwort auf städtischer Seite, da diese Anlage nur im Sommer benützt wird: "Dafür reicht dann ein einfacher Wasserschlauch." (Ulrike Hauke )
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