Pro Gersthofen will bei der Gründung der Bürgerinitiative unterschreiben


Pro Gersthofen sei die erste Gruppierung gewesen, die von Beginn an für den Erhalt der Strasser-Villa und gegen einen Verkauf von städtischen Grundstücken eingetreten sei, so steht es in einer Pressemeldung der Gruppierung und des Stadtrats Albert Kaps. Die Stellungnahmen und die Haltung eines Großteils des Stadtrats, der für den Vorschlag des Investors Peter Pletschacher gestimmt habe, seien für Pro Gersthofen nicht nachvollziehbar, ja sogar sehr widersprüchlich. Stadtrat Albert Kaps meinte im Stadtrat: "Jeder weiß, dass die Variante C automatisch den Abriss der Strasser-Villa beinhaltet. Diese Variante sieht eine nicht bezifferte hohe Wohn-und Gewerbebebauung mit Überbauung städtischer Flächen im Zentrum vor. Selbst der Bürgermeister hat in einer entscheidenden Bauausschusssitzung noch klar gesagt, dass er gegen den Abriss der Villa ist. Wer gegen den Abriss der Villa ist, kann nicht dem neuen Vorschlag C zustimmen. Auch im Sachvortrag der Verwaltung war dies klar ausgedrückt. Die Mehrheit von SPD, FW und Pro Gersthofen hatten zumindest gehofft, dass Teile der CSU und der WIR Gruppe für ein Ratsbegehren stimmen würden. In diesem Punkt wurden wir alle sehr schwer enttäuscht."

In der Stadtratssitzung vom 29. Juni 2011 wurde mit großer Mehrheit beschlossen, die Strasser-Villa nicht abzureißen. Was hat sich seitdem so gravierend verändert, dass die Mehrheit nun von diesem Beschluss nichts mehr wissen will? Ist der neue Vorschlag C so viel besser?

Pro Gersthofen sei der festen Überzeugung, dass zwar nun Wohnen und Gewerbe vorgesehen sei, aber die Nähe zur Bahnhofstraße und die Überbauung der städtischen Flächen gleich bleiben. Ein gewaltiges Gebäude (die Stockwerkeanzahl sei bisher bewusst verschwiegen worden, so Pro Gersthofen) engt den Raum im Zentrum immer mehr ein. Angeblich soll das Gebäude höher als das Stadthotel werden. Eine Schlucht zwischen Forum und Strasserwirtschaft entstehe, anstelle von Raum, Luft, mehr Grün mit Bäumen und Park. die Stadtratsfraktion Pro Gersthofen wolle dem nicht zustimmen.

Stadträtin Julia Romankiewicz-Döll meinte, dass man in dieser Zentrumslage niemals einen Quadratmeter städtischer Flächen verkaufen dürfe: "Wir wissen nicht, wofür wir in Zukunft diesen Freiraum noch benötigen werden. Dieser Verkauf wäre ein städtebaulicher Fehler!"

Kaps warnt auch davor, Gerüchten Glauben zu schenken, die Strasser-Villa sei baufällig. "Dies ist eine bewusst gestreute Lüge, von dessen Gegenteil sich die Bevölkerung selbst überzeugen kann", meinte Kaps, die Bausubstanz sei hervorragend. Die Villa wurde vor einigen Jahren saniert.

"Die schönen Pläne und Animationen des Investors täuschen über die wahren Absichten hinweg. Auf Nachfragen sagt er eben noch nicht, wie hoch die Gebäude werden. Die Pläne seien angeblich noch flexibel. Die Anzahl der Stockwerke und damit die Gebäudehöhe sind aber die zentralen Aussagen im Städtebau und bestimmen später die Lebensqualität im Zentrum unserer Stadt. Man kann nicht einem Plan zustimmen, der noch gar keine Aussage enthält", erklärte Kaps und versicherte, dass er und Stadträtin Julia Romankiewicz-Döll bei der demnächst stattfindenden Gründungsversammlung der Bürgerinitiative "Werte erhalten, Neues gestalten" ihre Unterschrift leisten werden. (pm)
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