Schnelles Internet kommt

Die Stadt stellt für die Breitbandförderung in den Gewerbe- und Industriegebieten eine Summe von 350 000 Euro bereit. Dafür votierten einstimmig die Stadträte. Gleichzeitig forderten sie die Verwaltung auf, einen Förderantrag zur Breitbandförderung durchzuführen.

Für die Stadt Gersthofen sowie den Ortsteil Hirblingen wurden ab Mitte Mai für das Internet Bandbreiten mit bis zu 50 Megabit (Mbit) durch die Deutsche Telekom bereitgestellt. Die Industriegebiete in Gersthofen werden wie bislang von den Firmen selbst erschlossen.

Im Rahmen der Breitbandförderung der Bayerischen Staatsregierung teilte die Telekom mit, dass die Stadtteile Batzenhofen, Edenbergen und Rettenbergen ebenfalls eigenwirtschaftlich bis zum Jahr 2017 ausgebaut werden. Auch dort seien dann Bandbreiten mit bis zu 50 Mbit vorgesehen.

In diesem Zusammenhang machte die Stadtverwaltung aufmerksam, dass immer wieder Anfragen von Teilnehmern aus den Industrie- und Gewerbegebieten nach günstigerem Anschluss an die Stadt gestellt werden. Sie schlug daher vor, im Auswahlverfahren der Breitbandförderung die Netzbetreiber aufzufordern, ein Angebot für das gesamte Industrie- und Gewerbegebiet zu erarbeiten.
Die bereits mit Glasfaser angeschlossenen Firmen würden demzufolge aus der Berechnung und Förderung herausgenommen. Somit wäre auch ein „privater“ Anschluss in diesem Gebiet möglich.

Nach der Grobkostenschätzung einer Firma wäre für den Ausbau von acht notwendigen Kabelverzweigern mit Glasfaserkabel mit einer finanziellen Wirtschaftlichkeitslücke in Höhe von 350000 Euro zu rechnen. Der Förderanteil läge hier bei 60 Prozent.

Teures FTTB-Verfahren

Beim sogenannten FTTB-Verfahren (Fiber to the Home) wird der Glasfaseranschluss bis zum Haus beziehungsweise in den Keller verlegt. Das wiederum erlaubt theoretisch höhere Übertragungsraten. Dieses Angebot würde die Wirtschaftlichkeitslücke durch zusätzliche Kosten für Tiefbaumaßnahmen allerdings bei weitem übersteigen, so das Resümee.

Nachdem im Auswahlverfahren der Breitbandförderung die Angebote eingeholt und ausgewertet werden müssen und zudem der Förderantrag zu stellen ist, werden die finanziellen Mittel erst im Haushaltsjahr 2016 benötigt. Eine Zusage zur Bereitstellung der Finanzen war jedoch zum jetzigen Zeitpunkt bereits notwendig. Mit der einstimmigen Entscheidung kam das Gremium diesem Zeitfenster nach. (spr)
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