Stadt geht in Vorleistung

Die Stadt will das Gersthofer Bahnhofareal umgestalten. Durch den Bau eines Kreisverkehrs soll auch die Verkehrssituation zwischen der Anschlussstelle B2/B17, dem Hery Park und dem Bahnhof verbessert werden. Grafik: Stadt Gersthofen

Die Stadt Gersthofen will mit dem Bahnhof einen modernen und nutzerfreundlichen Verkehrsknotenpunkt schaffen. Mit einem neuen Bebauungsplan soll dem nun Rechnung getragen werden.


Momentan zeigt sich dort ein wenig attraktives Bild: Die Wegebeziehungen zwischen Bahnsteigen, Parkplätzen und Bushaltestellen sind zu lang. Es gibt keine kurze Verbindung zwischen den Bahnsteigen, zudem ist keine komplette Barrierefreiheit gegeben. Auch die Anbindung durch den Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) und die gesamte Verkehrssituation im näheren Umfeld sind verbesserungswürdig. Hinzu kommen unübersichtliche Grünanlagen, ein marodes Bahnhofsgebäude und eine schlechte Beleuchtung.
Ziel der städtischen Planung ist es, den Bahnhof und das gesamte Areal östlich der Bahnlinie Augsburg-Donauwörth wesentlich nutzerfreundlicher, barrierefrei und auch optisch ansprechend aufzuwerten und zu gestalten.

Neuer Tunnel mit Aufzügen

Das Kernstück für die Barrierefreiheit und die kurze Verbindung zwischen den Gleisen ist eine geplante neue Eisenbahnüberführung mit Treppen und zwei Aufzügen. Weiter soll durch den Bau eines Kreisverkehrs an der Bahnhofsstraße im Osten die Verkehrssituation im Bereich zwischen der Anschlussstelle B2/B17, dem Hery-Park und dem Bahnhof verbessert werden.
Bei der Neugestaltung spielen auch der Erhalt und die Aufwertung des naturschutzfachlich wertvollen Wäldchens östlich des Bahnhofs eine Rolle. Eingriffe in das Wäldchen sollen aus artenschutzrechtlichen Gründen, aber auch aufgrund des Naturschutz- sowie Waldrechts soweit wie möglich vermieden werden.
Außerhalb des Geltungsbereichs des Bebauungsplanes wurde die Umgestaltung des Bahnhofsareals bereits mit dem Bau eines Park & Ride-Platzes auf der Westseite der Gleistrasse begonnen. Dieser ist bisher jedoch nur provisorisch an die Bahnsteige angebunden.

Erhöhung der Bahnsteige

Wichtig ist für die Stadt auch die Erhöhung der Bahnsteige. Diese Maßnahme ist allerdings im aktuellen Projektplan der Bahn bis 2019 nicht enthalten. So übernimmt jetzt die Stadt die dafür notwendigen Planungsleistungen. Sie streckt die Kosten für die Umsetzung vor, um die Maßnahme direkt mit einzuplanen.
Die Erhöhung der Bahnsteige würde je Seite drei Monate dauern und werde mit den übrigen Maßnahmen abgestimmt, so das städtische Bauamt. Mit der Erhöhung der Bahnsteige könne auch die Länge angepasst werden, die derzeit nicht den Anforderungen der Bahn entspricht. (spr)
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