Stadt prüft Westtangente

Die Pestalozzischule in Gersthofen erhält 30 Mittagsbetreuungsplätze als Interimslösung in Containerbauweise. Foto: Siegfried P. Rupprecht
 
Die neue Gersthofer Mittelschule soll im September 2017 bezogen werden können. Foto: Siegfried P. Rupprecht

Einen breiten Raum nahmen bei den von der Stadt Gersthofen durchgeführten Bürgerversammlungen der Bereich Straßenverkehr und die aktuellen Projekte im Hochbau ein. Bürgermeister Michael Wörle sprach unter anderem die Ortsdurchfahrt in Hirblingen, die Schmutterbrücke in Edenbergen und verschiedene Verkehrssituationen in Gersthofen an.

Beim Knotenpunkt Gablinger-/Wertinger Straße in Hirblingen liege bereits die Vorplanung vor, teilte der Rathauschef mit. Der erforderliche Grunderwerb habe begonnen. Nach der Freigabe im Bauausschuss könnte der Grunderwerb getätigt und Baurecht geschaffen werden.
Wörle nannte in diesem Zusammenhang auch das Positive für die Bürger. Die Anwohner würden weniger mit Lärm und Staub konfrontiert, meinte er. Die Ortsdurchfahrt werde weiter entlastet und die Zufahrt zum Rosshimmel erleichtert.
Bewegung ist auch in die Umgestaltung des Teilstücks der ehemaligen Staatsstraße Hirblingen gekommen. Hier stehe die Planung für die Asphaltsanierung zur Lärmminderung. Gleichzeitig verwies Wörle auf die erforderliche Abstimmung mit dem angedachten Umbau der Kapelle. Weiter müsse die Spedition für die „Lärmsanierung“ die Zufahrtssituation anpassen. Geplant sei eine Gesamtlösung im Zuge der anstehenden Dorferneuerung. Dabei werde auch auf eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 Stundenkilometern im Ortseingang beim Feuerwehrhaus Wert gelegt.

Schmutterbrücke noch heuer fertig

Bei der Schmutterbrücke in Edenbergen an der Gailenbacher Mühle sei der Wasserrechtsantrag gestellt worden, informierte das Stadtoberhaupt. Die Ausschreibung zum Projekt solle möglichst Anfang Juli veröffentlicht werden. Die Fertigstellung des Bauwerks sei noch in diesem Jahr geplant.
Die Sanierung der Welser-, Otto-Hahn- und Ziegeleistraße finde von Anfang Juli bis Ende der Sommerferien statt, so Wörle weiter. Kurz ging er auch auf die Erschließung der Ostend-/Roseggerstraße ein. Dort fänden heuer der restliche Kanalbau sowie die Erschließung des neuen Wohngebiets statt.

Tram bis nach Gersthofen?

Wörle ging auch auf die Erstellung eines Gesamtverkehrskonzepts unter Berücksichtigung des Verkehrsentwicklungsplans ein. Bei den Maßnahmen im motorisierten Individualverkehr nannte er unter anderem einen Netzplan für das Straßennetz. Ebenso auf der Agenda stehen die Prüfung einer Westtangente, um die Abfahrt Bahnhofstraße zu entlasten, und die Verlängerung der Straßenbahn nach Gersthofen sowie weitere Aktivitäten für den Bau des dritten Bahngleises nach Augsburg.
Thema war auch die Verkehrssituation in der Händelstraße. Dort wurde nach Verlegung der Induktionsschleife ein beidseitiges Parken weiter zur Bahnhofstraße hin zugelassen. Darüber hinaus kamen beidseits Tempo-30-Schilder zur Aufstellung. Beide Maßnahmen würden der Geschwindigkeitsreduzierung dienen, erklärte Wörle.
In der Schubertstraße seien auf Anregung von Anwohnern im März versuchsweise versetzte Halteverbote angeordnet worden. „Durch das dadurch erzielte versetzte Parken soll eine Temporeduzierung erreicht werden“, so Wörle. Voraussichtlich im Juli werde entschieden, ob und inwieweit die jetzige Halteverbotsbeschilderung angeordnet wird.

Viele Hochbauprojekte

Der Bürgermeister widmete sich zudem den aktuellen Projekten im Hochbau. Hier führte er die Mittelschule an. Dort würden die Rohbauarbeiten durchgeführt. Das 32,5 Millionen teure Projekt werde im September 2017 fertiggestellt, die Freianlagen dazu im Juli 2018.
Neues gibt es ebenfalls in der Hort- und Mittagsbetreuung. Die Pestalozzischule erhält 30 Mittagsbetreuungsplätze als Interimslösung in Containerbauweise, der Ulrichskindergarten 50 Hortplätze in gleicher Bauausfertigung. Im Kindergartenbereich ist ein neuer Standort noch ungewiss. „Benötigt werden drei Gruppen als Interimslösung in Containerbauweise mit einer Größe von rund 480 Quadratmeter“, verdeutlichte Wörle.

Mehr Brandschutz im Rathaus

Bei der Mozartschule stehen WC-Umbau, Hort- und Mittagsbetreuung an. Durchgeführt werden diese Maßnahmen in den Sommerferien. Beim Kindergarten Sankt Hedwig beinhaltet das Maßnahmenprogramm die Toilettenerweiterung und die räumliche Einbindung des Durchgangs zwischen Bestand und Anbau. Nach derzeitigem Projektstand werden diese Maßnahmen im Sommer 2017 in Angriff genommen.
Beim Rathaus ist eine Brandschutzsanierung notwendig. Dafür werden insgesamt rund 1,2 Millionen Euro investiert. Derzeit werde dazu die Genehmigungsplanung erstellt, so Wörle.

Von Siegfried P. Rupprecht
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