Stadtwerke jetzt zertifiziert

Die satzungsgemäßen Aufgaben der Stadtwerke Gersthofen umfasst unter anderem die Versorgung des Stadtgebietes mit Trinkwasser. Foto: Siegfried P. Rupprecht

Im Rahmen der Einführung des Energiemanagement-Systems nach ISO 50001 haben die Stadtwerke Gersthofen einen wichtigen Schritt erfolgreich abgeschlossen. Der Einrichtung wurde jetzt ein Zertifikat erteilt. Damit sind die Stadtwerke nach dem Energiedienstleistungsgesetz auch weiterhin berechtigt, Entlastungen von der Energiesteuer und Rückerstattungen in Anspruch zu nehmen.

Ermöglicht wurde dies durch ein mehrtägiges Audit bei den Stadtwerken durch den TÜV Austria. Diese Untersuchung prüfte, ob Prozesse, Anforderungen und Richtlinien die geforderten Standards und die Konformität des Management-Systems mit der Norm erfüllen. Sie stellte fest, dass die definierten Ziele sowie die eingeführten Prozesse, Kennzahlen und Maßnahmen den Anforderungen entsprechen.
Ein Energiemanagement-System erfasst systematisch die Energieströme. Es hilft bei der Entscheidung für Investitionen in die Energieeffizienz. Ein funktionierendes System versetzt ein Unternehmen in die Lage, die in der Energiepolitik eingegangenen Verpflichtungen einzuhalten und seine energetische Leistung durch einen systematischen Ansatz kontinuierlich zu verbessern. Es umfasst die erforderlichen Organisations- und Informationsstrukturen einschließlich der hierzu benötigten Hilfsmittel.

Drei Jahre gültig

Das nun erhaltene Zertifikat hat eine Gültigkeitsdauer von drei Jahren. Zusätzlich ist jedoch eine jährliche Systemüberprüfung erforderlich.
Mit dem Zertifikat bescheinigte der TÜV Austria die regelwerkskonforme Anwendung der Norm nach ISO 50001. Der Geltungsbereich bezieht sich auf die satzungsgemäßen Aufgaben der Stadtwerke Gersthofen und umfasst die Versorgung des Stadtgebietes mit Trinkwasser und Sicherstellung des Löschwassergrundschutzes, den Betrieb des Hallen- und Freibads, den Betrieb des Bauhofes und der Gärtnerei, den Betrieb der Friedhöfe und des städtischen Bestattungsdienstes sowie die Bewirtschaftung des städtischen Forstes.
Die Kosten für die Einführung des Systems betrugen netto rund 11.000 Euro. Hinzu kam allerdings ein erheblicher Personaleinsatz. Laufende Kosten entstehen durch das jährliche Überwachungsaudit. Sie schlagen mit 4.500 Euro zu Buche sowie durch den erforderlichen Personaleinsatz und Weiterbildungsmaßnahmen.

Gesetzte Ziele

Die Stadtwerke verfolgt mit dem System eine Reihe von strategischen Energiezielen. Darunter fallen die Verbesserung der energiebezogenen Leistung durch Steigerung der Energieeffizienz, die Senkung des Energieverbrauchs bis 2020 um fünf Prozent, der Ausbau der Mess- und Regelungstechnik sowie die Nutzung regenerativer Energien. Hinzu kommt die Schärfung des Bewusstseins aller Mitarbeiter für nachhaltigen Einsatz mit Energie und Ressourcen.
Mit der Einführung der ISO 50001 haben die Stadtwerke nach eigenen Worten „einen wirksamen Weg eingeschlagen, um die energiebezogen Leistung stetig zu verbessern“. Die Verantwortlichen wissen aber auch: Die hierfür erforderlichen Anstrengungen enden nicht mit der Erteilung des Zertifikates, sondern müssen zukünftig gewissenhaft bewältigt werden, damit die gesetzten Ziele erreicht werden. (spr)
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