Transportbetonwerk geplant

Die Rennig Besitz GmbH & Co. KG hat an der Wernher-von-Braun-Straße in Gersthofen Großes vor. Sie will dort ein ganzes Arsenal rund um eine Transportbetonanlage errichten. Dazu gehören unter anderem eine Recyclinganlage, eine Zuschlagstoff-Lagerstätte, eine Lkw-Verwiegung, die Erstellung eines Brunnens zur Produktionswassergewinnung sowie Sozial- und Bürogebäude. Dazu muss das Gelände teilweise aufgeschüttet werden.


Der dortige Bebauungsplan schließt eigentlich die Weiterverarbeitung von Kies aus. Bei diesem Bauprojekt handelt es sich jedoch um eine Herstellung von Beton, für die Kies oder Sand lediglich ein Produktionsgrundstoff ist. Das Vorhaben würde demnach dem Bebauungsplan entsprechen und wäre damit bauplanungsrechtlich zulässig, so das Bauamt in seiner städtebaulichen Beurteilung.
Um den Unterschied anschaulicher zu verdeutlichen, hat es folgende Definition vorgelegt: Transportbeton ist Beton, der in stationären Betonmischanlagen zentral hergestellt und dann mit Betonmischfahrzeugen auf den Baustellen angeliefert wird. Eine andere Bezeichnung von Transportbeton ist Fertigbeton, weil er bereits fertig gemischt ist und nur noch eingebracht werden muss.

Auch Wasserwirtschaftsamt prüft

Für den geplanten Brunnen haben die Stadtwerke eine Stellungnahme abgegeben: Nach gültiger Wasserabgabesatzung könne je nach Prüfung des Einzelfalls eine (Teil-) Befreiung vom Anschluss- und Benutzungszwang aussprechen werden, heißt es von dort.
Dazu muss ein begründeter Antrag eingereicht werden aus dem auch die genaue Lage, die Tiefe und die beabsichtigte Fördermenge hervorgehen.
Die Befreiung vom Anschluss- und Benutzungszwang komme beispielsweise in Betracht, wenn ein erheblicher Bedarf an Wasser für technische Zwecke besteht, das nicht den hygienischen Anforderungen für Trinkwasser unterliegt und die Kostenbelastung bei einem Bezug aus der gemeindlichen Wasserversorgungseinrichtung den Betrieb mit unzumutbar hohen Kosten belasten würde.
Sofern die (Teil-) Befreiung nach diesen Punkten gewährt wird, muss auch dem Landratsamt gegenüber die beabsichtigte Nutzung angezeigt und ein sogenannter Wasserrechtsantrag gestellt werden. Das Landratsamt prüft zusammen mit dem Wasserwirtschaftsamt das Vorhaben weiter und erstellt dann gegebenenfalls die notwendigen Rechtsunterlagen zur Brauchwassergewinnung für gewerbliche Zwecke.

Vier Bindemittelsilos

Aber auch Zahlen sind bekannt: Das Zuschlagstoffsilo ist mit rund 30 Meter Länge und sechs Meter Breite geplant. Das Transportbetonwerk wird mit dem Bindemittelsilo auf einer Fläche von 20 mal 20 Meter errichtet. Das Werk soll 6,6 Meter und die vier Bindemittelsilos circa elf Meter hoch gebaut werden. (spr)
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