Geheimnis gelüftet

So strahlen Sieger. Die „Sportler des Jahres“ des TSV Gersthofen: Sophia Meitinger, Maximilian Deuker (vorne Dritter von links) sowie die erste Basketball-Herrenmannschaft. Foto: Siegfried P. Rupprecht

Wer sich mit dem Titel Sportler oder Mannschaft des Jahres 2015 schmücken darf, wird beim TSV Gersthofen traditionell wie ein Staatsgeheimnis gehütet. Erst beim Neujahrsempfang in der Turnhalle an der Sportallee wird die Heimlichkeit gelüftet. Diesmal wurden die Skirennläuferin Sophia Meitinger als „Sportlerin des Jahres“, der Schwimmer Maximilian Deuker als „Sportler des Jahres“ und das erste Basketball-Herrenteam als „Mannschaft des Jahres“ gekürt.

Wenn beim TSV die Besten der Besten auserwählt werden, wird nichts dem Zufall überlassen. Jedes Jahr trifft sich im Vorfeld der Präsentation das Vereinspräsidium, um festzulegen, wer von den Sportlern in die engere Auswahl kommt. Diesmal war es Moderatorin Sonja Kahl vergönnt, die Titelträger 2015 der Öffentlichkeit vorzustellen. Dabei habe es sich die Jury nicht leicht gemacht, betonte sie.
Vereinspräsident Hinrich Habenicht erinnerte davor kurz an das abgelaufene Vereinsjahr. Dabei ging er auf den hohen Sachschaden des Einbruchs in die TSV-Geschäftsstelle und die Finanzlage des Vereins ein. Die finanzielle Stabilisierung des TSV sei kontinuierlich fortgesetzt worden. Das habe zu einem ausgeglichenen Jahresergebnis geführt, resümierte er.
Sorgen bereiteten dem Vereinschef, dass immer mehr Sponsoren, aber auch Zuschauer zu Großvereinen wie dem FC Augsburg tendieren. In diesem Zusammenhang verwies Habenicht auf die besondere soziale Aufgabe seines Vereins. „Wir führen rund 2.500 Kinder und Jugendliche an Leistungssport heran“, verdeutlichte er. „Dabei lernen sie Ausdauer, Energie, Fairness und Integration - Eigenschaften, die auch im späteren Leben sehr nützlich sind.“

Ja zur Integration

Schaufenster des Vereins seien die 14 Abteilungen. „Der Verein wird zwar von oben geführt, aber das innere Leben kommt von den Abteilungen“, so der Präsident. Erfreut zeigte er sich darüber, dass der TSV beschlossen habe, etwas für die Integration der Asylbewerber zu tun. „Sowohl die Fußball- als auch Leichtathletikabteilung hat sich für die Flüchtlinge geöffnet“, so seine Bilanz.
Doch dann ging es zur Verleihung der Titel. „Sportlerin des Jahres“ wurde Sophia Meitinger. Die Maschinenbau-Studentin ist eng mit dem alpinen Rennsport in Gersthofen verbunden und hat hier bereits zahlreiche Erfolge auf Stadt- und Landkreisebene, aber auch beim renommierten Deutschland-Pokal gefeiert.
Maximilian Deuker erhielt den Zuschlag als „Sportler des Jahres“. Der Schwimmer des Jahrgangs 1991 holte sich diesen Titel bereits 2008. Nach seiner Ausbildung zum Koch legte er berufsbedingt eine längere Pause ein. Seit Kurzem startet er – mit nunmehr geregelten Arbeitszeiten im Rücken – wieder im Schwimmen durch.
Zuletzt belegte er bei den Deutschen Meisterschaften in Freiburg achtbare Ränge. Bei den Schwäbischen Meisterschaften stand er gleich mehrmals auf dem Siegertreppchen. Er belegte über 50 Meter Schmetterling, 200 Meter Lagen sowie 100 und 200 Meter Brust jeweils den ersten Platz. Außerdem erzielte er über 400 Meter Freistil, 200 Meter Schmetterling und 50 Meter Brust jeweils den zweiten Rang. Die Medaillensammlung komplett machte er im 200 Meter Freistil. Hier holte er sich den dritten Platz.

Souveräner Aufstieg

Der Titel „Mannschaft des Jahres“ ging an das erste Basketball-Herrenteam. Die Jungs um Trainer Michael Reithmeir haben im letzten Jahr Einsatz und Engagement eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Dabei gelang ein souveräner Aufstieg in die Bezirksoberliga.
Eine Sonderehrung gab es auch. Sie ging an Christa Liebscher und Werner Mayershofer. Beide wurden vom TSV für ihre langjährigen besonderen Verdienste um den Verein gewürdigt.

Von Siegfried P. Rupprecht
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