So sehen Sieger aus

So sehen Sieger aus!
Völlig unerwartet gelingt den 1. Herren des TC Rot-Weiß Gersthofen in der Landesliga ausgerechnet im Heimspiel gegen den Tabellenführer und Aufstiegsfavoriten TeG Dachau-Süd der zweite Saisonsieg.

Die Gäste, angereist mit 5 Spielern LK1 und einem Spieler LK3, waren hoch motiviert und siegessicher an den Lech gekommen.

Schließlich war man auf allen Positionen nominal stärker besetzt als die Gastgeber, denen in den vergangenen 4 Spielen auch nur 1 Sieg gelang.

Diesen Sieg jedoch landete Gersthofen ausgerechnet beim damaligen Tabellenführer und Aufstiegsaspiranten in Erding.

Dachau hätte also vorgewarnt sein müssen.

Die Gersthofer Spieler wussten, dass sie die klaren Außenseiter waren, jeder Einzelne war jedoch hoch motiviert, da im Kampf gegen den Abstieg jeder einzelne Punkt entscheiden kann.

Gersthofen begann furios, Lukas Polacek besiegte an Position 2 in einem hochklassigen Spiel Charly Zick glatt in 2 Sätzen.

Am Nebenplatz mühte sich auf Position 6 Maximilian Heinzel, LK 11, der nächste Woche erst seinen 15ten Geburtstag feiert, gegen den 39 jährigen Routinier Andreas Von Michaelis, LK3. Es war das erwartet harte Match, Maximilian lag im ersten Satz mit 3:5 und Break hinten. Doch er blieb hoch konzentriert und fokussiert, spielte sein Spiel und konnte es drehen. Er verwandelte seinen 7ten Satzball bei eigenem Aufschlag zum 7:5.

Im zweiten Satz konnte Maximilian nochmals zulegen und gewann souverän mit 6:2. Gersthofen lag plötzlich mit 4:0 in Führung. Zeitgleich kämpfte auf Platz 3 der Mannschaftsführer und Trainer Milan Krivohlavek an Position 4 gegen Henry Zick. Der 42jährige Gersthofer gewann gegen seinen 18 jährigen Gegner völlig überraschend den ersten Satz. Dieser fing sich jedoch im zweiten Satz, konnte diesen gewinnen und so ging es nach weit über 2 h Spielzeit in den Champions-Tiebreak. Milan Krivohlavek ging hier schnell mit 4:0 in Führung, unterlag jedoch am Ende etwas unglücklich und denkbar knapp mit 8:10.

So stand es nach der ersten Welle 4:2 für Gersthofen. Aus der zweiten Spielrunde musste nun unbedingt 1, besser 2 Siege her für Gersthofen.

Miklos Rajda, LK7 spielte auf Position 5 gegen Florian Kränzler, LK1. Der Dachauer ging aufgrund der Ranglistenposition als klarer Favorit in das Match.

Von einem Klassenunterschied war jedoch absolut nichts zu sehen. Rajda spielte super mit, war kurz vor einem Satzgewinn. Am Ende entschieden ein paar glückliche knappe Punkte zugunsten des Dachauers, dieser gewann 7:5 und 6:3.

Nikola Boskov an Position 3 spielte ebenfalls ein tolles Match. Sein Gegner, der College Student Fabian Pronnet war aber an diesem Tag nicht zu schlagen.

Pronnet spielte mit unglaublichem Tempo und Präzision konstant über die volle Distanz. Er siegte am Ende mit 6:1 und 6:1.

Nun lag es am Spitzenspieler David Simunek den dritten Einzelpunkt für Gersthofen zu holen. Nach verlorenem ersten Satz drehte er das Spiel gegen seinen österreichischen Konkurrenten Ambros Morbitzer. Er gewann in einer hochklassigen Partie am Ende jedoch etwas glücklich mit 4:6, 6:2 und 10:8. Ausgleich: 6:6 nach den Einzel, dieser Zwischenstand war für Gersthofen heuer nichts Neues.

Bereits in den 3 vorherigen Partien gegen Landshut II, in Erding und in Schönberg stand es nach den Einzeln unentschieden. Lediglich in Erding reichte es zu 2 Doppelsiegen, gegen Landshut und in Schönberg wurden jeweils 2 Doppel verloren. Das zeigt auch, wie ausgeglichen die Landesliga dieses Jahr ist.

MF Krivohlavek änderte nichts an der gewohnten Doppelaufstellung.

Simunek/Polacek spielten wie immer das erste Doppel.

Krivohlavek/Rajda, die beiden erfahrenen Trainer, spielten zusammen, diesmal jedoch nicht im dritten sondern im zweiten Doppel.

Auch die beiden Youngster Boskov/Heinzel spielten wieder Seite an Seite, diesmal aber im Doppel Nummer 3.

Simunek/Polacek gewannen erwartet klar und eindeutig gegen Zick C./Kränzler, gleichzeitig verloren Boskov/Heinzel glatt gegen Pronnet/Zick H.

Die Entscheidung musste also im Zweierdoppel fallen. Morbitzer/Von Michaelis gewannen den ersten Satz für Dachau, doch Krivohlavek/Rajda kämpften zurück und holten sich Satz 2.

Unter den Augen von mindestens 50 Zuschauern entwickelte sich ein dramatischer entscheidender Champions-Tiebreak mit zum Teil spektakulären Ballwechseln. Rajda z.B. stolperte bei einem Volley wurde auf dem Rücken liegend wieder angespielt und vollierte liegend.

Er stand während des Ballwechsels wieder auf und der Punkt ging 30 Sekunden später an Gersthofen. Dieser Tiebreak war nichts für schwache Nerven.

Kein Doppel konnte sich einen entscheidenden Vorsprung heraus arbeiten. Leichter Vorteil war immer auf Seiten der Gersthofer.

Schließlich hatte Rajda bei 9:7 und einem eigene Aufschlag Matchball.

Er setzt den ersten Aufschlag knallhart auf die Linie, der Return touchiert die Netzkante und war nicht mehr zu vollieren.

Dachau glich schließlich zum 9:9 aus. Beim nächsten Punkt hatte Rajda Glück, sein langer Grundschlag landet direkt auf der Linie zum 10:9.

Damit dritter Matchball Gersthofen. Diesen verwertet schließlich Krivohlavek mit einem unerreichbaren verunglückten Rahmenvolley.

Spiel, Satz und Sieg Gersthofen.

Mit diesem zwar glücklichen, aber am Ende aufgrund toller kämpferischer Leistungen verdienten Sieg macht man sich in Gersthofen nun wieder berechtigte Hoffnungen auf den Klassenerhalt."
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