TSV Gersthofen: Gegen Spielbetrieb-Einstellung

Herbert Lenz bleibt weiterhin auf der Kommandobrücke des Fördervereins Gersthofer Fußballfreunde. Foto: privat

Der Förderverein Gersthofer Fußballfreunde baut auf seinen bisherigen Vorsitzenden. Herbert Lenz wurde bei der Jahreshauptversammlung eindrucksvoll in der Führungsposition bestätigt.

Seine bisherige Funktion übt auch Ulf Haas weiter aus. Er steht dem Vorsitzenden erneut als Stellvertreter zur Seite. Als Schatzmeister fungiert ebenfalls weiterhin Wolfgang Bader.

Herbert Lenz führte in seinem Bericht aus, dass der Förderverein seit seinem Bestehen fast 40 000 Euro an Spenden an die Fußballabteilung des TSV Gersthofen überwiesen habe. Das Geld werde dort dringend gebraucht, um den Spielbetrieb aufrechterhalten zu können, verdeutlichte er. In den Genuss der Spenden des Fördervereins komme insbesondere die Fußballjugend.

Der Vorsitzende nannte bei dieser Gelegenheit noch weitere Zahlen. „Der TSV unterhält derzeit 20 Jugendmannschaften“, erklärte Lenz. „In diesen Teams spielen rund 430 Jugendliche. Sie werden von circa 45 ehrenamtlichen Trainern betreut.“
Weiter machte Lenz darauf aufmerksam, dass es im Fußball heute kaum mehr möglich sei, ohne den Einsatz finanzieller und materieller Mittel einen ordentlichen Spielbetrieb durchzuführen: „Allein für Schiedsrichter- und Fahrtkosten sowie Kosten für Trikots und Trainingsmittel fallen jährlich durchschnittlich 18 000 Euro für die Jugendmannschaften an.“

Es wäre mehr als nur bedauerlich, wenn mangels finanzieller Mittel Mannschaften vom Spielbetrieb abgemeldet werden müssten. Von der sozialen Bedeutung ganz abgesehen, urteilte er.

Zwingend neue Mitglieder

Um die finanzielle Belastung für den Verein abzufedern, wurde 2007 der Förderverein Gersthofer Fußballfreunde aus der Taufe gehoben. Herbert Lenz war es dann auch, der damals in enger Zusammenarbeit mit TSV-Fußballabteilungsleiter Hansjörg Birling die Gründung eines Fördervereins angeregt hatte. Es habe gegolten, einen Sponsoren-Ring zu bilden, der in die Breite gehen und eine Ergänzung zu den großen Sponsoren und den Bandenwerbern sein sollte, erinnerte Lenz.

Bei der Vereinsgründung halfen ihm damals engagierte Fußballfreunde wie Georg Aman, Wolfgang Bader, Roland Berckhemer, Reinhold Dempf, Ulf Haase und Karl-Heinz Wagner.

Lenz erläuterte der Versammlung auch die weiteren Ziele des Vereins: „Wir wollen künftig die Kosten für den Unterhalt der Jugendmannschaften in Höhe von rund 18 000 Euro aus Spenden finanzieren.“ Dies könne allerdings mit dem Status quo nicht verwirklicht werden. Deshalb sei es dringend notwendig, neue Mitglieder zu werben.
Der Vorsitzende wies ausdrücklich darauf hin, dass der Förderverein gemeinnützig sei. Spenden können daher steuerlich geltend gemacht werden. (spr)
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