TSV Gersthofen: Philipp Sinninger räumt ab

Philipp Sinninger holt bei den Bayerischen Meisterschaften der Jugend U16 gleich zwei Titel für den TSV Gersthofen, im Weitsprung und Speerwurf. Foto: privat

Es war eine weite Fahrt, doch der große Aufwand hat sich gelohnt. Mit fünf jungen Leichtathleten war der TSV Gersthofen bei den bayerischen Meisterschaften der Jugend U16 in Hösbach vertreten. Dazu waren zwei Trainer und acht Eltern für zwei Tage nach Unterfranken in die Nähe von Aschaffenburg in den äußersten Nordwesten Bayerns gefahren.

Die Bilanz konnte sich sehen lassen: zwei bayerische Titel, eine Vize-Meisterschaft, ein fünfter Platz, zwei neunte Ränge und mit der Staffel ein zwölfter Platz.
Dafür haben die Athleten in der letzten Zeit bis zu viermal wöchentlich trainiert. Trainer Josef „Maxi“ Liepert und die Leichtathletikabteilung können mit dem zweiten Saisonhöhepunkt - nach den bayerischen Meisterschaften im Blockwettkampf in Aichach - sehr zufrieden sein.
In der Klasse W14 steigerte Luisa Tremel über 80 Meter Hürden ihre Bestmarke von 12,96 gleich auf 12,77 Sekunden. Den Endlauf der besten Sieben bei 36 Teilnehmerinnen verpasste sie mit dem neunten Patz nur ganz knapp.
Über 100 Meter kam Luisa Tremel auf eine Zeit von 13,32 Sekunden. Sie musste auf den Zwischenlauf verzichten, um eine Terminkollision mit dem Hochsprung zu umgehen. Im Hochsprung bedeuteten 1,51 Meter Rang neun. Mit dem 500 Gramm schweren Speer kam sie auf 33,43 Meter (Platz fünf), ganz nahe an ihrer Bestleistung.

Hanna Sahlender auf Rang zwei

Hanna Sahlender wurde in der Klasse W15 Vize-Meisterin mit dem drei Kilo schweren Hammer. Ihre Weite: 25,12 Meter. In der 4x100-Meter-Staffel der U16 kam sie mit ihren Staffelkolleginnen auf Platz zwölf. 53,83 Sekunden stellen einen neuen Rekord dar, der bei besseren Übergaben des Staffelstabs noch gesteigert werden könnte. Die weiteren Läuferinnen waren Luisa Tremel, Barbara Kleemann und Celina Müller.

Weitsprung-„Flug“

Philipp Sinninger stieß die Kugel im M14-Wettbewerb 10,97 Meter weit. Damit wurde er Neunter. Nur acht Zentimeter fehlten zum Endkampf. Im Weitsprung gelang ihm eine regelrechte Explosion. Bisher war er über 5,55 Meter nicht hinaus gekommen, in Hösbach aber „flog“ Sinninger auf 5,90 Meter. Als bayerischer Meister hatte er einen Vorsprung von nicht weniger als 38 Zentimeter auf den Zweiten. Trainer Liepert hatte ihn optimal eingestellt.
Damit nicht genug: Auch mit dem 600 Gramm schweren Speer holte sich Philipp Sinninger souverän den Titel. Dabei glückte ihm ein besonderes Kunststück: Die Steigerung auf 46,09 Meter stellt eine Verbesserung des eigenen Rekords von exakt acht Metern und den Sieg mit fast fünf Meter Vorsprung dar. Auch alle seine weiteren vier gültigen Würfe hätten für Philipp den Sieg bedeutet. (pm/spr)
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