Anwohner gegen Erweiterung der Tierklinik Gessertshausen

Die Tierklinik in Gessertshausen liegt am östlichen Ortsrand. Aufgrund der sehr guten Auslastung und aus betriebsorganisatorischer Sicht soll sie erweitert werden Foto: Jutta Kaiser-Wiatrek

Die Tierklinik in Gessertshausen soll erweitert werden. Dazu sollen, so der Plan, die östlich direkt an das bereits bestehende Gelände angrenzenden Areale genutzt werden. Weiter sind zusätzlich zu den Betriebshauptflächen nördlich des Bestandsbetriebsgeländes, beziehungsweise nördlich des Graswegs zusätzliche Parkplätze angedacht.

Der Ankauf der notwendigen Bebauungsflächen durch die Tierklinik ist bereits erfolgt. Jetzt ist die Gemeinde Gessertshausen an der Reihe, das Baurecht auf die Erwerbsflächen zu legen. Der Bauausschuss hat den Bebauungsplan bereits beschlossen und dazu alle beteiligten Fachbehörden gehört. Des Weiteren hat die Gemeinde alle vorgeschriebenen Verfahrensschritte eingeleitet. Wie der zweite Bürgermeister Werner Pux aber erklärte, ist hinsichtlich der Flächenplan- beziehungsweise der Bauplanänderung noch nichts entschieden.

Auch die Bürger der Gemeinde waren in das Verfahren einbezogen. Zahlreiche Nachbarn und Anwohner des Gebiets um die Tierklinik, so Pux, hatten dabei ihre Bedenken gegen die Erweiterung des Klinikgeländes angemeldet. Sie sorgten sich in umfangreichen Stellungnahmen vor allem um Emissionen wie Lärm und Gerüche und befürchteten negative Auswirkungen hinsichtlich der Erschließung.

Neben Beeinträchtigungen durch Abgase führten sie auch Belästigungen durch massiven Staub durch die notwendigen Baumaschinen sowie den Baustellenverkehr in der Zeit der Baumaßnahmen an. Dies würde sich nicht nur auf das Baugebiet auswirken, sondern auch entlang der dorthin führenden Straßen. Insbesondere die Straßen Grasweg und Eichenstraße seien betroffen, erklärten die Anwohner.

Besonders ein Nachbar der Tierklinik zeigte sich sehr besorgt und hatte zur Wahrnehmung seiner Interessen bereits einen Anwalt eingeschaltet. Weitere wesentliche Kritikpunkte der Anwohner gab es hinsichtlich der Straßenanbindung, der Wasserversorgung, des Abwasserablaufs und der Kanalführung. Nicht zuletzt sehen sie durch den Ausbau des Geländes der Tierklinik auch eine Erhöhung des Verkehrsaufkommens. Dafür, so führten die Anwohner an, sei der Grasweg nicht ausreichend leistungsfähig, zudem wären dort keine Gehwege vorhanden. Sie forderten die Gemeinde Gessertshausen auf, in diesem Punkt etwas zu tun. Dazu erklärte der zweite Bürgermeister Pux, dass die Gemeinde bereits einen Ingenieur beauftragt hätte, die Zufahrt zur Tierklinik über den Grasweg zu prüfen. (Jutta Kaiser-Wiatrek )
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