Brücke über die Schmutter muss erneuert werden

Großbaustelle an der Schmutter: Seit Anfang April laufen die Bauarbeiten für die neue Brücke über die Schmutter. Die bislang separate Fußgängerbrücke wurde ebenfalls komplett abgebrochen und durch eine Pontonbrücke für Radfahrer und Fußgänger ersetzt. Foto: Lang

Die Brücke über die Schmutter an der Oggenhofstraße wird neu gebaut. Anfang Oktober ist die neue Brücke fertig. Die Umleitungen sind ausgeschildert.

Die Brücke der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Diedorf und Oggenhof-Willishausen, welche die Schmutter überspannt, muss erneuert werden. Massive Schäden im Brückenbauwerk machen eine Sanierung unwirtschaftlich. Schon vor längerer Zeit wurde die Traglast auf 24 Tonnen begrenzt, der Marktgemeinderat hatte sich dann in einem Grundsatzbeschluss für einen Neubau ausgesprochen. Anfang Oktober soll die neue Brücke - Kostenpunkt rund 800 000 Euro - dann befahrbar sein.

Die Brücke an der Oggenhofstraße ist die einzige Verbindung zwischen Diedorf und Oggenhof-Willishausen und eine verkehrswichtige Zubringerstraße zum überörtlichen Straßennetz, da sie die B300 mit der Kreisstraße A3 verbindet. Die Verkehrsbelastung liegt bei circa 5000 Fahrzeugen in 24 Stunden. Bei einer Bauwerkshauptprüfung wurde jedoch festgestellt, dass die aus dem Jahre 1965/66 stammende Brücke - eine sogenannte Drei-Feldbrücke aus Spannbeton-Fertigteilen - mit einer Spannweite von zwölf Metern massive Schäden samt einer erheblichen Chloridbelastung aufweise, so der Ingenieur Andreas Endres damals. Im Hinblick auf eine längerfristige Nutzung sei das Bauwerk in keinem guten Zustand und erfülle auch nicht den erforderlichen Sicherheitsstandard - deshalb auch die Traglastbegrenzung auf 24 Tonnen. Auch die beiden kleineren Brücken über die Flutmulden seien sanierungsbedürftig, jedoch nicht in einem kritischen Zustand, so die Beurteilung durch das Planungsbüro.

Eine Sanierung der Schmutterbrücke käme auf etwa 400 000 Euro. Es müssten aber nicht nur die Widerlager erneuert werden, was schwierig genug sei. Ein Problem sei auch, dass es keine Planunterlagen zur Pfahlgründung der Brücke mehr gebe. Und dann bleibe immer ein Restrisiko, weil man die Korrosionsschäden bei Spannbeton nicht erkennen könne, so die Fachleute.

Im Zuge eines Brückenneubaus werde jetzt nicht nur die Traglastkraft erhöht, auch die Fahrbahnbreite von derzeit sechs Metern werde auf 6,5 Meter ausgeweitet. Und auch der bisher separate Geh- und Radweg auf der Holzbrücke werde in das neue Brückenbauwerk integriert. Die Kosten für den gesamten Brückenneubau liegen bei etwa 800 000 Euro, so der Leiter des Diedorfer Amtes für Bauwesen, Florian Rödel. Zuschüsse gebe es von der Regierung von Schwaben und dem Staatlichen Bauamt Augsburg. "Die Zuschüsse sind bewilligt, wir haben aber noch keine konkreten Zahlen", sagt Rödel.

Im Vorfeld des Brückenneubaus wurden bereits die Leitungen für Gas und Strom, Wasser und Telekom mittels "Spülwurm" neu verlegt, erläutert Rödel.

Seit Anfang April lief der Abriss der alten Brücke mit schwerem Gerät. Die Fußgängerbrücke wurde ebenfalls komplett abgebrochen und durch eine Pontonbrücke für Radfahrer und Fußgänger ersetzt. Für die Autofahrer aber ergeben sich bis Oktober größere Umwege: Wer aus Richtung Diedorf nach Oggenhof, Hausen und Willishausen will, muss weiter über die B300 in Richtung Gessertshausen fahren, in Höhe der Abzweigung nach Anhausen dann rechts nach Hausen/Willishausen abbiegen und entlang der Wiesenstraße zurück nach Hausen fahren. Die Umleitung vom Ortsteil Hausen nach Diedorf erfolgt ebenfalls über die Wiesenstraße, führt dann aber links als Einbahnstraße über den Krautgartenweg entlang der Bahnlinie zur Unterführung an der Oggenhofstraße und bis zur Einmündung und Ampelanlage an der B300. Autofahrer sollten sich unbedingt an die Beschilderung halten, rät Rödel, "eine Durchfahrt vom Krautgartenweg in Richtung Wiesenstraße ist nicht zulässig, es gibt Kontrollen".
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