Bürgerbus in Gessertshausen

Bürgerbus ergänzt ab Oktober das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs, Gebühren für Wasser müssen erhöht werden, ein neuer Hochbehälter wird gebaut.

Der Gessertshauser Gemeinderats beschloss einen Bürgerbus einzuführen, der den öffentlichen Nahverkehr ergänzen und damit die Verkehrsanbindung der Bürger verbessern soll. Wie die Erste Bürgermeisterin Claudia Schuster erklärte, wurden große zeitliche Lücken festgestellt, die durch den Nahverkehr nicht abgedeckt sind. Die Ortsteile sollen damit besser mit dem Hauptort, das Seniorenzentrum mit dem Bahnhof verbunden werden. Der Bürgerbus wird nach einem festen Fahrplan, abgestimmt auf den Fahrplan der AVV, fahren. Der Bürgerbus wird viermal täglich alle Ortsteile anfahren. Er wird die bereits bestehenden und neue Haltestellen nutzen.

Für die Finanzierung des Bürgerbusses hat die Gemeinde einen Förderungsantrag über Real West über 50 Prozent beantragt. Das Defizit übernimmt die Gemeinde und muss in den Haushalt eingestellt werden. 57 000 Euro Kosten für Anschaffung, Carport, Schulungen und Öffentlichkeitsarbeit werden wohl anfallen, so Schuster.

Beim Projekt Bürgerbus handelt es sich um ein Projekt, das von ehrenamtlichen Fahrern übernommen wird. "Der Bürgerbus ist gedacht, um die Mobilität für alle Altersgruppen in Gessertshausen und den Ortsteilen zu verbessern", erklärte die Bürgermeisterin.

Zu niedrig war bisher die Wassergebühr für die Gessertshauser Bürger, was ein Defizit in der Wasserversorgung nach sich zog. Die Gemeinde hat deshalb eine Gebührenkalkulation durchführen lassen. "Nach Vorgabe des Kommunalabgabegesetzes darf bei der Wasserversorgung weder ein Defizit noch ein Gewinn entstehen, sondern muss kostendeckend sein", so Schuster. Deshalb beauftragte die Gemeinde eine Firma mit der Prüfung. Das Ergebnis: Der Wasserpreis muss erhöht werden. Bereits im Oktober werden die Gessertshauser Bürger zur Kasse gebeten, wenn die Verbrauchsgebühr auf 1,43 Euro pro Kubikmeter Wasser steigt. Die Grundgebühr für Haushalte wird dann 36 Euro betragen. Wie die Bürgermeisterin erklärte, werden sich die Kosten für einen Drei-Personen-Haushalt somit um 80 Euro pro Jahr steigern. Diese Gebührenrechnung gilt für ein Jahr, dann muss erneut kalkuliert und gesehen werden, wie sich der Wasserpreis weiter entwickelt. Wie Schuster erklärte, wurden umfangreiche Sanierungsmaßnahmen durchgeführt, weitere Maßnahmen werden folgen, weswegen neu kalkuliert werden muss. Bereits im vorigen Jahr wurde in Gessertshausen ein Defizit erwirtschaftet, was nicht zulässig ist. Die nächste große Baumaßnahme hinsichtlich einer qualitativ hochwertigen Wasserversorgung besteht im Bau eines zentralen Hochbehälters am Standort Margetshausen, der zukünftig alle Zonen versorgen soll.
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