Fehlende Busse zum Kloster Oberschönenfeld

Das Kloster Oberschönenfeld ist als Ausflugsziel sehr beliebt. Nur leider ist die Atbei und das Naturkundemuseum am Wochenende nicht per Bus erreichbar. Foto: Lang

Döpshofen und Oberschönenfeld brauchen mehr Buslinien. Der Arbeitskreis Verkehr der Gemeinde Gessertshausen besteht auf eine Ausweitung des ÖPNV, es gibt viele Befürworter.

Der Gessertshauser Ortsteil Döpshofen und die Abtei Oberschönenfeld haben bisher täglich nur drei Busverbindungen, eine Anbindung am Wochenende fehle völlig, so Carola Prantl in ihrem Bericht des Arbeitskreises Verkehr in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Gessertshausen. Die Gemeinde müsse im Rahmen des Beteiligungsverfahrens bei der Fortschreibung des Nahverkehrsplans unbedingt darauf dringen, dass der Linienverkehr 605 auf der Strecke Gessertshausen - Abtei Oberschönenfeld - Döpshofen auf eine Sieben-Tage-Bedienung mit täglich zehn Busfahrtenpaaren ausgeweitet werde.

Die 360 Einwohner in Döpshofen, das Gymnasium in Diedorf, die Berufspendler, der Versorgungs- und vor allem der Freizeit- und Naherholungsverkehr bergen entsprechendes Fahrgastpotential, glauben die Mitglieder des Arbeitskreises. Carola Prantl erläuterte, dass die Erschließung im Regionalverkehr von nicht oder nur schlecht angebundenen Regionen im Sinne des Gleichstellungsgrundsatzes erfolgen müsse. Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) sei ein wichtiger Bestandteil der Daseinsvorsorge, aber nur ein sinnvoll getakteter ÖPNV werde auch angenommen und genutzt. Die Gründe, die für eine bessere Anbindung sprechen, seien unter anderem die Steigerung der Attraktivität als Wohnort und eine höhere Wohnqualität für alle, die Aufwertung der gesamten Region, der Naherholungscharakter und der Naturpark und letztlich die Reduzierung des Individualverkehrs. Bei derzeit drei Busverbindungen pro Tag - am Wochenende verkehren überhaupt keine Busse - könne auf keinen Fall von einer guten Verkehrsanbindung gesprochen werden.

"Ohne eigenes Auto geht in Döpshofen gar nichts", so Carola Prantl. Als Befürworter einer regelmäßigen täglichen Anbindung wisse der Arbeitskreis, dass sowohl der Bezirk Schwaben und die Regionalentwicklung Stauden (RES) als auch Real West, der Naturpark Westliche Wälder, die Abtei Oberschönenfeld und das Konzept Gemeindeentwicklung Gessertshausen hinter diesem Ansinnen stehen.

Sämtliche Gemeinderäte waren sich einig, dass der Antrag des Arbeitskreises Verkehr auf zehn Buspaare an jeweils sieben Tagen über die Kommune an den AVV für die Fortschreibung des Nahverkehrswegeplans weitergeleitet werden müsse.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.