Gessertshauser Kindergartenkinder ziehen in Containerlandschaft

Kindergarten „Pusteblume“ hat sich vergrößert. 25 weitere Betreuungsplätze in Gesserts- hausen stehen zur Verfügung. Verbindungsgang vom Container zum Hauptgebäude fehlt noch. Foto: Jutta Kaiser-Wiatrek
Es ist geschafft. Den ganzen Sommer wurde die Wohncontainer-Landschaft von 120 Quadratmetern, die die Gemeinde Gessertshausen gekauft hatte, um den Kindergarten „Pusteblume“ um eine zusätzliche Gruppe zu erweitern, sorgfältig eingerichtet. Seit dem neuen Kindergartenjahr gibt es nun dort eine fünfte Kindergartengruppe. Insgesamt werden nun 125 Kinder im Kindergarten „Pusteblume“ betreut. Jetzt freute sich die Erste Bürgermeisterin, Claudia Schuster, dass das Projekt so zeitgerecht geklappt hat.
„Es ist sehr schön geworden, was auf viel Engagement des Kindergartenteams und des Elternbeirats zurück zu führen ist“, lobt sie. Die Anzahl der zu betreuenden Kinder hatte im vergangenen Jahr dramatisch zugenommen. Die Betriebserlaubnis gewährt in einer Kindergartengruppe maximal 25 Kindern Platz und darf lediglich um zehn Prozent überschritten werden. „Diese Überschreitung hatten wir aber schon von Anfang an in Anspruch genommen. Dies war nicht nur für die Kinder, sondern auch für das Personal anstrengend. Zudem fehlte Zeit für individuelle Förderung“, verdeutlicht die Bürgermeisterin die ehemalige Situation. Jetzt ist es in kleineren Gruppen wesentlich entspannter. Es können zudem Notfälle durch Zuzug oder einer Arbeitsaufnahme der Mutter problemlos aufgenommen werden, auch zwei integrative Plätze könnten bei Bedarf angeboten werden.
Auch Petra Schlittenbauer und Petra Rothschädel, die die neue „Eulengruppe“ betreuen, sind höchst zufrieden mit der neuen Situation. „Es ist ein wesentlich entspannteres Arbeiten und man merkt es vor allem den Kindern an, dass es ihnen gut tut, in einer kleineren Gruppe betreut zu werden“, erklären sie. Auch die Eingewöhnung neuer Kinder sei in diesem Kindergartenjahr unter den verbesserten Bedingungen sehr schnell gegangen, da man für das einzelne Kind einfach mehr Zeit habe und sich in der Gruppe mehr Möglichkeiten auftun, als bisher.
Das bestätigte der fünfjährige Daniel mit Feuereifer. „Mir geht es gut hier“, erklärte er fröhlich. Jetzt fehlt nur noch der Glasstahldurchgang für den Winter, um vom Kindergartengebäude trockenen Fußes zu den Wohncontainern zu gelangen.
Noch ist dessen Fehlen kein Problem, bis Winterbeginn soll er fertig sein. Für das Provisorium hat die Gemeinde Gessertshausen eine Genehmigung für zwei Jahre erhalten. Bis dahin soll die Entscheidung für einen dauerhaften, festen Anbau fallen. Wie dieser Anbau aussehen soll ist noch nicht beschlossen, denn für diesen Bau stehe neben der Nutzung für den Kindergarten weiterer Bedarf auf dem Plan. Mittagsbetreuung, Jugendrat, Musikschule oder eine Mehrgenerationen-Mensa sind hier bereits im Gespräch und könnten gemeinsam in einem bereits diskutierten Bürgerhaus verwirklicht werden.

Jutta Kaiser-Wiatrek
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.