Kampf dem Riesen-Bärenklau

Der Riesen-Bärenklau hat sich im Gemeindegebiet Gessertshausen breit gemacht und muss dringend bekämpft werden. Wer mit dem Pflanzensaft in Berührung kommt, erleidet Verbrennungen dritten Grades mit Quaddelbildung. Foto: Jutta Kaiser-Wiatrek


Kein Vergnügen ist es mit dem Riesen-Bärenklau, auch Herkulesstaude genannt, in Berührung zu kommen Diese Pflanze ist schön anzusehen, aber im gleichen Maße gefährlich. Bei Berührung dieser Pflanze tritt ein Pflanzensaft aus, der auf der Haut zu massive Verletzungen wie Verbrennungen führt. "Das ist bei weitem nicht zu vergleichen mit dem Kontakt von Brennnesseln, der auch schon sehr unangenehm sein kann", warnt die Erste Bürgermeisterin von Gessertshausen, Claudia Schuster.

Durch den Pflanzensaft des Riesen-Bärenklaus entstehen auf der Verletzungen , die Verbrennungen dritten Grades mit Quaddeln entsprechen. Diese Verletzungen heilen nur sehr langsam ab und können zudem Pigmentierungen hinterlassen. Betroffen sind in Gessertshausen vor allem Flächen an der Schwarzach und zwischen Oberschönenfeld und Döpshofen. Ursprünglich stammt der Riesen-Bärenklau aus dem Kaukasus und ist in unsere Region als Zierpflanze verschleppt worden und verbreitet sich hier seit mehr als 30 Jahren. "Die Pflanzen werfen ihre Samen ab und in die Schwarzach. Auf diese Weise werden sie vom Flusswasser weitergetragen, so dass sich der Riesen-Bärenklau weiter verbreiten kann", so Schuster. Vor allem besiedelt der Riesen-Bärenklau große Flächen, so dass es kaum eine Möglichkeit gibt, sie auszurotten. Die Gemeinde hat inzwischen eine Vereinbarung mit einem Landwirt geschlossen, der sich bereit erklärt hat, einen Teil zu beseitigen. Den anderen Teil muss der Bauhof entfernen. Doch der Riesen-Bärenklau ist teilweise an verschiedenen Standorten schon so hoch gewachsen, dass auch die Mitarbeiter des Bauhofs kaum mehr weiter wissen.

Diese Arbeit kann nur mit spezieller Schutzkleidung für Haut und Augen erledigt werden. Auch darf die Arbeit nicht bei Sonne erledigt werden, denn unter Sonneneinstrahlung verstärkt sich die schädliche Wirkung auf die Haut, da der Pflanzensaft photosensibilisierende Substanzen enthält. Am besten eigenen sich für die Rhodungsarbeit wolkenbedeckte Tage oder Abendstunden.

"Wir haben den Bauhof inzwischen mit der entsprechenden Kleidung ausgerüstet, um den gefährlichen Pflanzen zu Leibe rücken zu können", so Schuster. Dabei sollten vordringlich die Dolden vor dem Fruchtansatz entfernt werden, um eine weitere Verbreitung einzudämmen. Eine weitere Möglichkeit ist es den blühenden Spross umzuschneiden oder die gesamte Pflanze zur Blütezeit zu mähen.

"Die abgetrennten Blütenstände dürfen keinesfalls selbst auf normalem Weg kompostiert werden. Sie müssen in einer professionellen Großkompostanlage entsorgt werden", macht Schuster aufmerksam. (Jutta Kaiser-Wiatrek )
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