Wasser für Gessertshausen

Erste Bürgermeisterin Claudia Schuster (Mitte) unterzeichnet mit Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Walter Casazza (rechts) und dem Chef der Stadtwerke-Wasserversorgung, Dr. Franz Otillinger (links), den Vertrag zur Betriebsführung. (Foto: pm)
Seit 1. November obliegt der Stadtwerke Augsburg (swa) Wasser GmbH die technische Betriebsführung der Wasserversorgung Gessertshausens. Nach dem Beschluss des Gemeinderates haben Erste Bürgermeisterin Claudia Schuster mit Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Walter Casazza und dem Chef der swa-Wasserversorgung, Dr. Franz Otillinger, den Vertrag unterzeichnet.
Vereinbart ist, dass die swa in einem ersten Schritt bis 2020 zusammen mit dem Personal der Gemeinde die Wasserversorgung sanieren. Dazu gehören der Neubau eines zentralen Hochbehälters, die Erneuerung von rund 2,5 Kilometer Hauptwasserleitungen, die Sanierung eines Brunnens sowie die Erneuerung der Steuer-Elektronik und Einführung eines Prozessleitsystems. Nach 2020 werden die beiden anderen Brunnen und die Aufbereitungsanlagen saniert und anhand einer Erneuerungsstrategie das veraltete, rund 50 Kilometer lange Rohrleitungsnetz fit gemacht.
„Wir freuen uns mit den Stadtwerken Augsburg einen kompetenten Partner zur Seite zu haben, der gemeinsam mit uns eine auf uns zugeschnittene Strategie verfolgt“, sagte Bürgermeisterin Schuster bei der Vertragsunterzeichnung.
„Wir stellen gerne unser know how in den Dienst der Gemeinde Gessersthausen und ihrer Bürger“, so swa-Geschäftsführer Dr. Walter Casazza. „Gutes Trinkwasser ist lebensnotwendig“, so Dr. Franz Otillinger, „und wir wissen in Augsburg, dass man einiges dafür tun muss, um reines und sauberes Wasser auch in Zukunft verfügbar zu haben.“ Deshalb seien nachhaltige Strategien notwendig, die die Stadtwerke gerne mit Gessertshausen umsetzen.

Rund 4200 Bürger werden in der Gemeinde Gessertshausen und den Ortsteilen Deubach, Margertshausen, Wollishausen, Weiherhof und Döpshofen von der kommunalen Wasserversorgung mit Trinkwasser beliefert. Neben der Betriebsführung mit der technischen Verantwortung der Versorgung steuern die Stadtwerke auch die Sanierung der Anlagen. Die Zuständigkeit der swa endet jedoch am Wasserzähler bei den Kunden. Diese werden weiterhin von der Gemeinde ausgetauscht, abgelesen und betreut. Auch die kaufmännische Verantwortung und der direkte Kontakt mit den Kunden bleibt bei der Gemeinde. Die Stadtwerke sollen alle Arbeiten zusammen mit dem Personal der Gemeinde erledigen.

Die jetzige Vertragsunterzeichnung geht auf eine erste Anfrage der Bürgermeisterin im Mai 2012 zurück. Bis November 2012 wurde zunächst der Zustand der Anlagen, des Leitungsnetzes und der Hochbehälter untersucht. Die Infrastruktur erwies sich als sanierungsbedürftig. Anhand einer Prioritätenliste wurden bis heute in Kooperation mit den Stadtwerken die gröbsten Mängel abgearbeitet. (pm)
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