Abschied: Bürgermeisterin Claudia Schuster geht

Claudia Schuster will sich beruflich neu orientieren und freut sich auf eine spannende Zeit. Zunächst will sie sich aber bei ausgiebigen Spaziergängen mit Hund Thommy in den nahe gelegenen Wäldern erholen. Foto: Kaiser-Wiatrek


Gessertshausens noch amtierende Bürgermeisterin Claudia Schuster hat sich vom anstrengenden Wahlkampf, in den auch noch der Störfall in der Trinkwasserversorgung im Ortsteil Deubach fiel und ihre ganze Aufmerksamkeit forderte und von der, für viele unerwarteten Wahlniederlage, in den vergangenen Urlaubstagen sichtlich wieder erholt. Der Urlaub ist allerdings nicht dem Wahlausgang geschuldet, sondern war bewusst auf die Zeit nach der Wahl von ihr gelegt worden.

Mit ganzem Herzen war die studierte Wirtschaftsinformatikerin während ihrer Amtszeit als Bürgermeisterin stets bei ihren Aufgaben. Engagiert hat sich die Mutter von drei Kindern schon immer gern. Sie war im Elternbeirat von Kindergarten und Schule und brachte sich im Gemeinderat von Gessertshausen ein. "Bald bemerkte ich, dass mich kommunale Themen sehr interessieren und dass ich mich gerne für andere Menschen und deren Belange einsetze", blickt sie zurück.

Diese Fähigkeiten wollte Schuster als Bürgermeisterin ihrer Heimatgemeinde nutzen und stellte sich 2016 gegen die Kandidaten von CSU und SPD zur Wahl. In ihrer Amtszeit hat sie viele wichtige Projekte zur Entwicklung der Gemeinde umgesetzt.

Ihre Wahlniederlage führt sie nicht zuletzt auf die äußerst geringe Wahlbeteiligung zurück. Sie hat viele ihrer Ziele, die sie zu Beginn ihrer Amtszeit hatte, umgesetzt. Auch ihre Haushaltsführung war bemerkenswert. Bei Investitionen von sieben Millionen Euro ist der Schuldenstand drastisch auf eine Pro-Kopf-Verschuldung von 60 Euro gefallen. Wichtige Maßnahmen, die Schuster umgesetzt hat, waren der Breitbandausbau, der zum Ende ihrer Amtszeit im kompletten Ort umgesetzt sein wird, eine verbesserte Kinderbetreuung sowie die Förderung des Öffentlichen Nahverkehrs.

Einige von ihr angestoßenen Dinge sind aber noch offen. "Diese hätte ich gerne zu Ende geführt. Der Bauantrag für das Bürgerhaus ist durch, die Zuschussanträge gestellt, es muss nur noch gebaut werden", bedauert sie. Ähnlich ist es mit dem Bürgerbus. Der Antrag ist gestellt, es fehlt nur noch die Vergabe und der Bus kann starten. Auch die Wasserversorgung hat sie während ihrer ganzen Amtszeit begleitet.

Im Gemeinderat gab es stets ein gutes Miteinander. "Beschlüsse wurden bis auf wenige kontroverse Themen, wie die Ortsumfahrung, mit 93 Prozent fast einstimmig gefasst", blickt Schuster zurück. Jetzt freut sie sich auf eine neue spannende Zeit, die vor ihr liegt. Sie nimmt weiterhin Anteil an der weiteren Entwicklung der Gemeinde und schätzt an Gessertshausen vor allem die Nähe zur Natur und die gute Infrastruktur. (Jutta Kaiser-Wiatrek )
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