Bürgerbus verbessert Mobilität

Viermal täglich wird der Bürgerbus die bereits bestehende Haltestelle des AVV an der Oberschönenfelder Straße anfahren, um denjenigen Mitbürgern, die nicht so mobil sind eine bessere Anbindung unter den Ortsteilen zu ermöglichen. Foto: Jutta Kaiser-Wiatrek


Die Zuschusszusage ist da, der Bürgerbus Gessertshausen kann somit starten. Der Vorschlag für einen Bürgerbus geht zurück auf einen Antrag der Freien Wähler und wurde vom Gemeinderat positiv beschieden, da von der Bevölkerung eine Ergänzung des Nahverkehrs immer wieder nachgefragt worden war.

Das Konzept für den Bürgerbus wurde von der Gemeinde intensiv erarbeitet, es wurde sogar eine Exkursion nach Monheim unternommen, um sich dort über den bereits gut angenommenen Bürgerbus zu informieren und Tipps einzuholen. Für den Bürgerbus hat die Gemeinde Gessertshausen einen Förderantrag über Real West in Höhe von 50 Prozent gestellt. Das entstehende Defizit wird die Gemeinde übernehmen und wird in den Haushalt eingestellt. Durch neue Förderrichtlinien und damit verbundenen zahlreichen Anträgen, die es zu stellen galt, hat die Zuschusszusage allerdings lange gedauert. "Wir hätten den Bus gerne bereits während der Sommerferien auch für Fahrten zum Freibad Fischach genützt", so die Erste Bürgermeisterin der Gemeinde Gessertshausen, Claudia Schuster. Jetzt ist aber klar, das Projekt wird mit 50 Prozent der anfallenden Kosten in Höhe von 28 500 Euro für ein Paket, das die Anschaffung des Busses, den Bau eines Carports die Ausbildung der Fahrer sowie die Öffentlichkeitsarbeit, gefördert und ergänzt ab Oktober das Angebot des Nahverkehrs.

Es waren große zeitliche Lücken festgestellt worden, die durch den Nahverkehr nicht abgedeckt waren. Diese soll der Bürgerbus nun zuverlässig füllen und eine problemlose Verbesserung der Anbindung unter den Ortsteilen und natürlich dem Hauptort gewährleisten. Nicht zuletzt sollen auch die Bewohner der Seniorenwohnanlage davon profitieren, um bequemer beispielsweise zum Bahnhof zu gelangen.

Der Bürgerbus wird nach einem festen Fahrplan künftig viermal täglich - zweimal vormittags und zweimal nachmittags - in den Ortsteilen mehrere Haltestellen anfahren. Teils wird er dafür bereits bestehende Haltestellen nutzen, teils werden neue Haltestellen eingerichtet. "Wir wollen kein Modell Rufbus, die Bürger können sich einfach zur gegebenen Zeit an die Haltestelle stellen und werden abgeholt", sieht Schuster hier den einfacheren Weg. Im Kleinbus, der mit einer Rollstuhlrampe ausgestattet ist, sollen acht Personen befördert werden können. Beim Projekt Bürgerbus handelt es sich um ein ehrenamtliches Projekt, das von ehrenamtlichen Fahrern übernommen wird. Eine Fahrt kostet 50 Cent, egal wie weit gefahren wird.

"Der Bürgerbus ist nicht nur für Senioren gedacht, sondern für Bürger aller Altersgruppen, die nicht so mobil sind", und Schuster denkt hier an Mitbürger ohne Auto, Kinder, die nachmittags in den Musikunterricht oder in Vereine müssen. (Jutta Kaiser-Wiatrek )
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