Bürgerhaus wird Kinderhaus

Der Bauantrag wird derzeit eingereicht, im Herbst beginnen die Ausschreibungen für die Arbeiten am Bürgerhaus. "Eigentlich müsste man von einer Kindergartenerweiterung sprechen", erklärt Bürgermeisterin Claudia Schuster und zeigt auf dem Bauplan, dass 80 Prozent der Gesamtfläche für die Kinderbetreuung der Gemeinde bestimmt sind. Foto: Jutta Kaiser-Wiatrek


Mit dem Bau eines Bürgerhauses beschäftigt sich die Gemeinde Gessertshausen bereits seit geraumer Zeit. Gebaut werden soll das geplante Gebäude zwischen der Schulturnhalle und dem bereits bestehenden Kindergarten. "Im Herbst soll nun die Ausschreibung für die Arbeiten für das Bürgerhaus beginnen, derzeit wird der Bauantrag eingereicht", erklärt die Erste Bürgermeisterin Claudia Schuster.

Der Name "Bürgerhaus" stimmt allerdings nicht mehr, da inzwischen die überwiegende Fläche der Kinderbetreuung der Gemeinde Gessertshausen zugeordnet werden. Besser wäre es, von einer Kindergartenerweiterung zu sprechen.

Wegen ständig steigender Nachfragen nach Betreuungsplätzen sollen hier jetzt die dringend benötigten Erweiterungen für Kindergarten und Krippe untergebracht werden. Derzeit, so erklärt Schuster, ist bereits eine Kindergartengruppe in einem Container untergebracht, die Krippengruppen wurden vergrößert. Beides erfolgte mit befristeter Genehmigung. Diese Gruppen sollen schließlich dauerhaft im neuen Bürgerhaus und dem benachbarten Kindergarten untergebracht werden. Weiter wird eine neue Hortgruppe eingerichtet. Laut Schuster soll damit die Mittagsbetreuung an der Schule entlastet und eine flexible Randzeitenbetreuung auch für Schulkinder geschaffen werden, die von den Eltern verstärkt nachgefragt wird. Eine Mensa soll die Möglichkeit eines gemeinsamen Mittagessens von Kindergartenkindern und Schulkindern anbieten. Des Weiteren sollen hier auch wie bereits angedacht alle Bürger der Gemeinde eine Mittagsmahlzeit einnehmen können. Die Bereiche, die im Gemeindehaus der Betreuung von Kleinkindern, Kindergartenkindern und Schulkindern zugeordnet sind, werden das komplette Garten- und das Erdgeschoß mit direktem Zugang zum Garten belegen. Die Nutzfläche für die Kinderbetreuung beträgt damit 80 Prozent der Gesamtfläche des neuen Gebäudes. "Damit müssen wir fast zutreffender von einem "Haus der Kinder", denn von einem "Bürgerhaus" sprechen", so Schuster. Das verbleibende Dachgeschoss wird ausgebaut und wie geplant für den Jugendrat, Musikverein, Bücherei sowie öffentliche Treffpunkte gesnutzt. Durch eine konsequente Barrierefreiheit, den Einbau eines Aufzuges sowie behindertengerechten Toiletten wird das Haus für alle Menschen jeglichen Alterns nutzbar sein. Mit den Neubau des Bürgerhauses können verschiedene, teilweise schon länger bestehende Raumprobleme in der Gemeinde gelöst werden, darüber hinaus bieten sich viele gemeinschaftliche Nutzungsmöglichkeiten. Des Weiteren soll das Bürgerhaus künftig für Veranstaltungen genutzt werden, für welche die Schwarzachhalle zu groß, andere Räumlichkeiten im Gemeindegebiet aber zu klein sind.

Die Gemeinde Gessertshausen rechnet derzeit mit Zuschüssen verschiedener Fördergeber in Höhe von etwa 50 Prozent der Kosten. Hinsichtlich des derzeitigen Trinkwasserproblems in Gessertshausen weist die Bürgermeisterin darauf hin, dass diese Investitionen in Haushalt getrennt von anderen Einrichtungen, zum Beispiel des Wasserwerks, der Gemeinde zu sehen sind. Schuster betont, dass diese keinesfalls zu Lasten der dringend erforderlichen Sanierungsarbeiten der Wasserversorgung der Gemeinde gehe, die ohnehin absolute Priorität habe. (Jutta Kaiser-Wiatrek )
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