Claudia Schuster will nochmals in Gessertshausen kandidieren

Auf der Nominierungsversammlung zog Bürgermeisterin Claudia Schuster (Dritte von links) in ihrer Rede Bilanz über die vergangenen sechs Jahre und gab einen Ausblick auf die wichtigsten Ziele in der nächsten Amtsperiode. Mit dabei waren (von links) Markus Brem, Kreisvorsitzender Freie Wähler Augsburg-Land und Bezirksvorsitzender Schwaben, Anneliese Lutz, Ortsvorsitzende Freie Wähler Gessertshausen, und Johann Häusler, Landtagsabgeordneter der Freien Wähler. Foto: privat


Daran, dass sie gerne weitere sechs Jahre Bürgermeisterin der Gemeinde Gessertshausen sein will, daran lässt Claudia Schuster keinen Zweifel. In ihrer Nominierungsrede bei den Freien Wählern blickte Schuster unter anderem auf den Bereich Soziales zurück. Hier sei es ihr während ihrer Amtszeit gelungen, den bedarfsgerechten Ausbau im Bereich der Kinderbetreuung voranzutreiben. Es entstand eine neue, fünfte Kindergartengruppe, die Krippenplätze wurden ausgebaut, des Weiteren erfolgte eine Altersöffnung des Kindergartens für U3-Kinder. Höchst erfreulich habe sich der Betrieb des neu gestalteten Jugendzentrums in Wollishausen entwickelt. Schuster rief einen Jugendrat ins Leben, der inzwischen in der "dritten Generation" aktiv ist. Über eine eigene Interessenvertretung freuen sich auch die Senioren. Es seien ein Freiwilligennetz, eine Nachbarschaftshilfe, entstanden, um Hilfe und Unterstützung in Notfällen zu geben. Die Vereinsarbeit sei durch Schaffung einheitlicher, höherer Zuschüsse gestärkt worden.

Als Mammutaufgabe bezeichnete Schuster die Umwandlung der Schwarzachhalle in eine Veranstaltungsstätte, die nun alle Vorschriften des Versammlungsstättengesetzes erfülle. Projekte aus dem Umwelt- und Energiebereich wie die Installation von Photovoltaik-Anlagen auf kommunalen Gebäuden stehe weiter auf ihrer Bilanzliste. Im Bereich Hochwasserschutz wurden die Planungen für das Hochwasserrückhaltebecken am Weiherhof fortgeführt, das allerdings durch den Stillstand beim übergeordneten Becken in Waldberg gebremst wurde. Im vergangenen Jahr kaufte die Gemeinde die Zech-Stuben in Deubach, um dort den Dorfmittelpunkt zu erhalten.

Hinsichtlich vieler leerer Bauplätze und ungenutzter Immobilien habe Schuster ein systematisches Leerstandsmanagement angestoßen. "Von anfangs 200 brachliegenden Grundstücken konnten mittlerweile etliche bebaut werden und auch die große Gewerbebrache auf dem Moco-Gelände, die bereits zu Anfang meiner Amtszeit bestand, konnte aktiviert und intensiv gewerblich genutzt werden", zeigt sich Schuster zufrieden.

Hinsichtlich der Ortsumfahrung sei es Claudia Schuster wichtig gewesen, einen transparenten Diskussionsprozess mit größtmöglicher Bürgerbeteiligung zu ermöglichen. Jetzt gelte es abzuwarten, wie die Entscheidung zum Bundesverkehrswegeplan ausfalle. Schuster freut sich, dass ihre Forderung nach dem Ausbau des dritten Gleises in den Bundesverkehrswegeplans aufgenommen wurde. Auch bei den Busanbindungen habe sich in den vergangenen Jahren einiges getan. Ein Nachtbus bringe beispielsweise seit fünf Jahren die Jugendlichen der Gemeinde sicher von Augsburg nach Hause. Mit den anderen Anliegergemeinden habe die Bürgermeisterin auch die Reaktivierung der Staudenbahn weiter voran getrieben. Mit einem begleiteten Busangebot als Zubringer soll die Reaktivierung voranschreiten.

Auch mit dem Neubau eines zentralen Wasser-Hochbehälters sei eine der größten anstehenden Aufgaben angelaufen, die Schuster in einer zweiten Amtszeit gerne fortsetzen möchte. Ein großes Projekt stehe mit dem Bürgerhaus, ein generationsübergreifender Treffpunkt mit Mensa, Veranstaltungsräumen, Kindergarten und Mittagsbetreuung sowie für Vereine, den Jugendrat und einer Bücherei gerade erst am Anfang. Weitere Themen für ihre nächste Amtszeit sollen regenerative Energie und der Klimaschutz bleiben, wie auch die Verbesserung des Hochwasserschutzes.

"Wir haben einiges geschafft, vieles davon wurde im Gemeinderat mit großer Mehrheit beschlossen", blickt die Bürgermeisterin zufrieden auf ihre Amtszeit zurück. "Ich bin die Aufgaben immer mit großer Energie und Herzblut angegangen und würde mich gerne weiter mit voller Kraft für Gessertshausen einsetzen. (Jutta Kaiser-Wiatrek )
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