Der Zahn der Zeit hat schwer genagt an der Gessertshausener Schulturnhalle

Die Schulturnhalle ist völlig marode. Jetzt sollen die Außenfassade und die Fenster erneuert werden. Foto: Jutta Kaiser-Wiatrek

Eine Ortsbesichtigung vor wenigen Wochen hatte es an den Tag gebracht: Die Fassade sowie die Fenster der Gessertshausener Schulturnhalle weisen massive Mängel auf. Die Nutzer der Turnhalle klagen über marode Fenster und dadurch bedingter Zugluft, insbesondere wenn Schüler und Sportler während verschwitzt sind. Dies machte eine Fassadengestaltung dringend erforderlich.

Ein Fenstertausch ist unumgänglich. Aber auch der Sonnenschutz funktioniert nicht mehr und hängt teilweise herunter. Vor allem die kalten Januarwochen haben bei den Schäden ihr Übriges getan. Jetzt gilt es, die Schäden an den Fenstern, die zum Teil offen stehen und schlechte Dämmwerte mit hohem Wärmeverlust aufweisen, zu beheben.

Zu den Mängeln hatte Werner Blankensteiner vom Architekturbüro Kern dem Gemeinderat einige Vorschläge zu machen. Seine Lösung für den Bau lautet: die betroffenen Fensterelemente zu ersetzen und Kältebrücken an den Betonstützen zu beseitigen. Weiter schlug er dem Gemeinderat eine gefälligere Verkleidung mit widerstandsfähigem Material vor.

Kosten für die Sanierung

Zur Kostenminimierung könnte der Bauhof den Rückbau der bestehenden Holzverkleidung übernehmen. Dennoch schlägt die Sanierung mit 156 550 Euro zu Buche, was so manchem Gemeinderat erst einmal schlucken ließ. In diesem Betrag, so erklärte Blankensteiner, seien weit mehr als 80 Quadratmeter Fensterflächen, kleinere Erdarbeiten, um die Dämmung bis ins Erdreich ziehen zu können, Metallarbeiten, Elektroarbeiten, Fassadenarbeiten sowie die Erneuerung des Sonnenschutzes in Form einer Senkrechtmarkise enthalten, welche besonders ballwurfsicher und somit besonders gut geeignet für eine Schulturnhalle sei. Er riet auch den Einblick in die Halle durch satiniertes Glas zu reduzieren.

Bei den Metallarbeiten kann sich der Architekt vorstellen einen gewissen Synergieeffekt in Zusammenhang mit den Arbeiten am benachbarten Bau des Hauses für Kinder zu erzielen. Hier könnten Kosteneinsparungen erzielt werden.

Die Gemeinderäte halten die Kosten für zu teuer, auch war ihnen wichtig, dass sich die Situation nicht nochmals über einen Winter hinziehe. Sie befürchteten, dass das der Bau des Hauses für Kinder nicht parallel laufen könne und die gewünschte Kostenreduzierung somit nicht möglich wäre.

Halle soll noch dieses Jahr saniert werden

Blankensteiner erklärte, dass keine weiteren Einsparungen möglich seien, da es sich bei den genannten Kosten bereits um eine feste Kostenabrechnung handle. Er versicherte aber, dass der Rohbau des Hauses für Kinder noch in diesem Jahr stehen, die Fenster eingebaut und das Dach gedeckt sein sollen.

Die Gemeinderäte stimmten letztendlich einstimmig der Sanierung zu, denn klar ist: Die Halle wird gebraucht. Immerhin ist die Turnhalle in Vollnutzung. Ab 16 Uhr wird sie zusätzlich von verschiedenen Gruppen genutzt. "Das Problem muss bis Winter gelöst sein", waren sich die Räte einig.
(Jutta Kaiser-Wiatrek)
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