Es dauert und dauert . . . in Gessertshausen

Die Fahrbahn der Ortsdurchfahrt Margertshausen muss saniert werden. Noch sind aber nicht alle wichtigen Punkte geklärt. Ein Fachingenieur soll nun - insbesondere im Hinblick auf die Angebotsstreifen für Radfahrer - miteingebunden werden. Foto: Jutta Kaiser-Wiatrek


Geplant ist die Erneuerung der Ortsdurchfahrt des Ortsteils auf der Staatsstraße 2026 schon seit geraumer Zeit. Vor einigen Monaten ließ sich der Gemeinderat Gessertshausen dazu bereits von Fachleuten über die verschiedenen Möglichkeiten aufklären, seither wurde das Projekt aber immer wieder geschoben.

Geplant von Seiten des Staatlichen Straßenbauamts ist, die Staatsstraße 2026 auf einer Länge von 700 Metern vier Zentimeter abzufräsen und Flüsterasphalt aufzubringen. Die Gemeinde Gessertshausen wünschte im Zuge dieser Baumaßnahmen gleichzeitig den Austausch der Wasserleitung, weiter waren Querungshilfen angedacht. Jetzt befasste sich der Gemeinderat erneut mit dem Thema und hörte den Zwischenbericht des inzwischen eingerichteten Arbeitskreises Verkehr an. "Wie wollen wir weitermachen, um zügig zum Ziel zu kommen", war dabei den Mitgliedern des Gemeinderats wichtig. Außen vor gelassen wurde dabei der gewünschte Austausch der Wasserleitungen, der noch nicht abschließend ausdiskutiert ist. Festgehalten werden soll aber hinsichtlich der Straßensanierung an drei verkehrlichen Maßnahmen, war von Gemeinderat Herbert Schaller (CSU), zu erfahren. Als wichtig wird zum einen eine Verkehrsinsel am Ortseingang von Fischach nach Margertshausen kommend angesehen. Sie ist als Bremsinsel mit Verschwenkung gedacht, die um zu schnell fahrenden Autofahrer abzubremsen. Andere Möglichkeit wie etwa Blitzer seien nach Ansicht des Arbeitskreises auf Dauer an dieser Stelle nutzlos. Festgehalten werden soll auch ein Angebotsstreifen für Fahrradfahrer, der aber von Stefan Heiß vom Staatlichen Bauamt abgelehnt wurde. Angebotsstreifen wurden laut Arbeitskreis aber bereits in der Beplanung für die Stadt Augsburg sowie für den Landkreis Augsburg erfolgreich verwirklicht. Zudem sollten sie bei einer Fahrbahnbreite von 7,50 Metern mit jeweils einer Breite von 1,25 Metern kein Problem darstellen. Als Nachteil wird lediglich die Tatsache gesehen, dass auf diesen Streifen geparkt werden darf.

Offen ist immer noch die Entscheidung bezüglich einer Querungshilfe in der Ortsmitte - es gebe noch Diskussionsbedarf im Gemeinderat. Als unsinnig wurden von Mitgliedern des Gemeinderats die Verkehrszählungen des Staatlichen Bauamts Augsburg angesehen, die für die Notwendigkeit einer Querungshilfe 1000 Fahrzeuge sowie 50 querende Passanten pro Stunde benötige. Erreicht wurde dies aber nur im Bereich der Einmündung Heililg-Kreuz-Straße und Wollishauser Straße in der Morgenspitze. Mit Wiedereinführung der Staudenbahn könnten mehr Menschen die Querungshilfe benutzen, so der Blick in die Zukunft.

Als abstruse Vorstellungen des Straßenbauamts bezeichnete Zweiter Bürgermeister Werner Pux (Grüne) für die Querungshilfe in der Ortsmitte eine klassische Mittelinsel von zwei Metern Breite einzubauen und dafür die prägende Linde zu opfern. Als Alternative käme laut dem Staatlichen Straßenbauamt eine Ampel in Frage, deren Kosten aber von der Gemeinde getragen werden müsste. Bürgermeister Jürgen Mögele wolle die Sache nicht mehr auf die lange Bank schieben und im kommenden Jahr an packen. (Jutta Kaiser-Wiatrek )
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