Für 50 Cent durch die Ortsteile Gessertshausens

Der Bürgerbus soll auch die AVV-Haltestelle an der Oberschönenfelder Straße viermal täglich anfahren. Damit soll denjenigen Bürgern, die nicht so mobil sind, eine bessere Anbindung unter den Ortsteilen und zum Bahnhof gewährleistet werden. Foto: Jutta Kaiser-Wiatrek


Große zeitliche Lücken, welche durch den Nahverkehr nicht abgedeckt sind, sollen in der Gemeinde Gessertshausen in Zukunft durch einen Bürgerbus ergänzt werden. Er soll künftig eine problemlose Verbesserung der Anbindung unter den Ortsteilen und zum Hauptort für die Bewohner, welche nicht so mobil sind, gewährleisten. Dies wurde im Gemeinderat beschieden und ein Konzept intensiv erarbeitet.

Inzwischen wurde auch der Förderantrag in Höhe von 50 Prozent der anfallenden Kosten von 28 500 Euro genehmigt. Das entstehende Defizit wird von der Gemeinde übernommen und in den Haushalt eingestellt. Das Kostenpaket umfasst die Anschaffung des Busses und eines Carports sowie die Kosten für die Ausbildung der Fahrer und die Öffentlichkeitsarbeit.

Nach einem festen Fahrplan soll der Bürgerbus viermal täglich, jeweils zweimal vormittags und nachmittags, in den Ortsteilen mehrere Haltestellen anfahren, die teils noch eingerichtet werden müssen, teils bereits bestehen. Im geplanten Kleinbus mit Rollstuhlrampe sollen acht Personen Platz haben.

Der Bürgerbus ist ein ehrenamtliches Projekt mit ehrenamtlichen Fahrern, die Fahrt soll 50 Cent kosten, egal wie weit die Fahrt ist. Vor allem ist der Bürgerbus nicht nur für Senioren gedacht, sondern für Bürger aller Altersgruppen.

Für diese ehrenamtliche Aufgabe haben sich bisher nur drei Fahrer gemeldet, zehn sind für das Vorhaben unbedingt nötig. Auch ein Koordinator für die Einteilung der Fahrten fehlt noch. Inzwischen stehen nach einem erneuten Aufruf allerdings sogar 13 Fahrer bereit. Der Zweite Bürgermeister Werner Pux hat sich bereit erklärt, die Aufgabe des Koordinators übergangsweise zu übernehmen. Der Erste Bürgermeister Jürgen Mögele wies in der letzten Gemeinderatssitzung darauf hin, dass der Reischenau-Bus in Dinkelscherben bereits nach fünf Monaten wieder eingestellt wurde. Mögele schlug vor, zum Test erst diesen Bus von einem Busunternehmer anzumieten, um zu prüfen, ob das Projekt Bürgerbus dauerhaft eingerichtet werden kann. Täglich zwischen acht und 13 Uhr könnte der Bus der Gemeinde Gessertshausen zur Verfügung stehen. Die Kosten dafür würden sich pro Tag auf 70 Euro,somit 4200 Euro pro Quartal belaufen. Sollte der Bürgerbus schließlich dauerhaft eingerichtet werden, könnte, so der Bürgermeister, immer noch ein eigenes Fahrzeug angeschafft werden. Dies könnte noch überlegt werden, da die Förderung erst am 31. Juli 2018 verfällt.

Zweiter Bürgermeister Pux verwies auf den Beschluss des Gemeinderats, den Bürgerbus zu beschaffen und erklärte weiter, dass es sich hier um zwei verschiedene Konzepte handeln würde. An dem Vorhaben, dessen Organisation zunächst von der Projektgruppe organisiert wird, sollte unbedingt festgehalten werden, war seine Meinung. Dies wurde von seinen Gemeinderatskollegen unterstützt, die sich vorstellen konnten, zur weiteren Auslastung des Busses diesen auch bei Bedarf den Vereinen zur Verfügung zu stellen. (Jutta Kaiser-Wiatrek )
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