Richtfest für BMW-Logistikzentrum

Zusammen mit Landrat Martin Sailer, Kleinaitingens Bürgermeister Rupert Fiehl, Staatssekretär Franz Josef Pschierer und 100 weiteren Gästen haben BMW und die Goodman Germany GmbH am Mittwoch das Richtfest für das neue Logistikzentrum gefeiert.

BMW baut derzeit ihre "After Sales Logistik" aus, also die Verteilung von Ersatzteilen und Zubehör an Händler und Werkstätten. Deshalb entsteht in Kleinaitingen ein regionales Distributionszentrum, zwei weitere in Landshut und Dingolfing. Von Kleinaitingen aus erhalten Händler in Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen ihre Teile.

"Mit dem neuen Distributionszentrum in Kleinaitingen werden unsere Händler in den umliegenden Zielregionen demnächst noch effizienter versorgt", sagte Wolfgang Baumann, Vice President Parts Logistics Management der BMW Group. Der bisherige Projektablauf sei vorbildlich gewesen und füge sich gut in die Gesamtplanungen für die After Sales Logistik von BMW ein.

Das neue Distributionszentrum in Kleinaitingen beinhaltet etwa 66 000 Quadratmeter Lagerfläche, 2000 Quadratmeter für Büro- und Sozialräume, ein 1000 Quadratmeter großes Außenlager sowie etwa 100 Quadratmeter für ein Pförtnerhaus. Die Goodman Germany GmbH fungiert als Entwickler, Bauherr, Investor und Verwalter der Immobilie. Die Übergabe des Neubaus ist für Ende Januar 2016 geplant.

Der Betrieb startet im ersten Quartal 2016. Dann wird ein Logistikdienstleister, beauftragt von BMW, das Distributionszentrum bewirtschaften und etwa 240 Arbeitsplätze schaffen. Welcher Logistikdienstleister das Rennen macht, wird BMW in den nächsten Tagen bekanntgeben.

"Dieses starke Bekenntnis der BMW Group zum Standort Bayern macht einmal mehr den Erfolg unserer aktiven Wirtschafts- und Wachstumspolitik deutlich", so Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Franz Josef Pschierer. Gemeinsam mit den Entscheidungsträgern vor Ort seien Rahmenbedingungen geschaffen worden, die Weltkonzerne wie die BMW Group überzeugen und diese "für den Standort Schwaben äußerst wichtige Ansiedlung" möglich gemacht haben.

Zuvor hatten die Freien Wähler Augsburg-Land das BMW-Logistikzentrum auf dem Lechfeld als "eine Industrieansiedlung mit nur geringem Nutzen für die Region" bezeichnet. "Außer dem Türschild und einem großen Firmenlogo wird auf dem Lechfeld nicht BMW sein, sondern nur Betriebsstätten anderer weltweit tätiger Konzerne, die die BMW Gruppe hierzu vertraglich engagiert", so der Vorsitzende Markus Brem in einer Pressemitteilung. Während die Gemeinde und die Region einen hohen Aufwand zur Bereitstellung der Flächen und der Infrastruktur betrieben haben, werde von dem Ersatzteilgeschäft vermutlich nur wenig in der Region hängen bleiben.

Die Äußerungen der Freien Wähler kritisierte Landrat Martin Sailer beim Hebauf. Ein wichtiger Baustein des regionalen Arbeitsmarktes sei die Ansiedlung. Das Logistikzentrum bringe Gewerbesteuer für Kleinaitingen und mehr Einkommensteuern.
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