Was wird aus Sankt Martin Lagerlechfeld? - Die Kirchengemeinde entscheidet

Graben: St. Martin | Das „Zelt Gottes“, wie es im Volksmund genannt wird, gilt seit 50 Jahren allerorts als eines der modernen, einladenden Gotteshäuser der Diözese. Mit dem großen Altarraum bietet es die vielfältigsten Gestaltungsmöglichkeiten für die außerordentlichen Gottesdienste, wie Jugend-, Firm-, Familien- und Hochfest-gottesdienste stellt Pfarrgemeinderatsvorsitzender Hermann Franze fest. Damals war die Kirche als Gottesraum für die Militär- und Zivilgemeinde ausgelegt und es fanden die ersten rhythmischen Gottesdienste mit sonntäglich etwas 400-500 Besuchern statt. Leider sind diese Zeiten vorbei und damit auch die Finanzen stark rückläufig. Kirchenpfleger Erwin Merz stellt fest, dass die Unkosten von St. Martin nur durch Zuschüsse der Diözese finanziert und nicht allein durch die Kirchengemeinde getragen werden können. Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung wollen die Kirche mit einem größeren Versammlungsraum jedoch auch für die künftigen Generationen vor Ort erhalten.
Jahrelange Bestrebungen der Diözese ein geeignetes Depot für ausgesonderte Kunstgegenstände aus Kirchen zu finden könnten hier zu einer gemeinsamen Lösung führen.

Soll oder kann die Kirche wie der Mantel von St. Martin geteilt werden?

Diese Entscheidung soll in einem Bürgervotum am Donnerstag, den 12. Mai 2016 um 19.30 Uhr in der Kirche St. Martin getroffen werden. Dazu hat die Diözese einen Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Die Modelle der Architekturbüros werden an diesem Abend der Pfarrgemeinde und allen Interessierten vorgestellt, denn die Diözese möchte nicht gegen den Willen der Pfarrgemeinde entscheiden. Alle Anwesenden sollen an diesem Abend ihr Votum dazu abgeben. Darüber hinaus besteht an den darauffolgenden drei Sonntagen nach den Gottesdiensten noch die Möglichkeit die Stimme für die vorgelegten Vorschläge abzugeben.
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