Hermes-Logistikzentrum: Ödp kritisiert Flächenverbrauch

Hermes baut für 40 Millionen Euro in Graben. (Foto: Grafik: Hermes)


Die Ansiedlung des neuen Hermes-Logistikzentrums im südlichen Landkreis stößt bei der Landkreis ödp auf Unverständnis. Wie die ödp in einer Pressemitteilung erklärt, sei der Flächenverbrauch inakzeptabel, die Aufnahmekapazität der dortigen Straße überschritten. "Wer derart viele Logistikzentren auf engstem Raum ansiedelt, muss sich über die Zunahme des Verkehrs nicht wundern. Statt zu fragen, wie viel Verkehr für die Region akzeptabel ist, wird erst angesiedelt und dann nach einer Südtangente gerufen, weil die Region im Verkehr zu ersticken droht", kritisiert die Kreisvorsitzende und Kreisrätin Gabi Olbrich-Krakowitzer.

Olbrich-Krakowitzer vermutet weiter, dass als nächstes der Wunsch nach einer Ortsumgehung für Gemeinden wie Kleinaitingen oder Oberottmarshausen laut werde. "Wir verändern unsere Kulturlandschaft in rasanter Weise und rauben der Landwirtschaft und der Tierwelt immer mehr Fläche. Gleichzeitig nehmen wir mit dem Flächenverbrauch auch kommenden Generationen Gestaltungsmöglichkeiten und verändern massiv unsere Kulturlandschaft", so Olbrich-Krakowitzer. Autobahnen und Bundesstraßen würden immer mehr zu riesigen Warenlagern.

Die ödp fordert "vehement", dass kein Gewerbegebiet ohne vernünftige Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bleiben dürfe. Denn: Wer dafür sorge, dass Arbeitsplätze "mitten in der Pampa" entstünden, der müsse auch dafür Sorge tragen, dass die Menschen diese Arbeitsplätze in akzeptabler Fahrzeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen könnten. (pm)
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