Kindheitstraum erfüllt sich am Karriereende: Alfonso Fusco aus Untermeitingen holt in Königsbrunn den Weltmeistertitel im Kickboxen

Der Kampf ist vorbei. Eng war es ja schon gewesen, das weiß auch Alfonso Fusco. Der Untermeitinger Kickboxer hat mehr als 25 Jahre als Kickboxer ausgeteilt und eingesteckt, aber der Sieg am Sonntag war der wichtigste Moment seiner Karriere. Der heute 33-jährige Projektleiter der Firma Energiehaus Süd in München hat seinen Traum, Weltmeister zu werden, verwirklichen können.

„Schon als kleiner Junge mit acht Jahren hatte ich den Traum, einmal Weltmeister zu werden“, verrät Fusco. „Und jetzt habe ich es endlich geschafft. Es war ein super Gefühl“, beschreibt er. Und der Triumph gelang quasi in letzter Sekunde. Denn noch im Ring verkündete der gebürtige Münchner nach mehr als 600 Kämpfen seinen Abschied aus dem Ring.
Über 500 Fans in der ausverkauften Halle sorgten für eine fantastische Stimmung und feierten, als Alfonso mit seinem Trainer Sedat Kesici nach dem Sieg gegen den Ukrainer Serhiy Lysyuk den Weltmeister-Gürtel in die Luft streckte. Über fünf Runden à zwei Minuten hatte er sein Können bewiesen und setzte sich schließlich gegen den Ukrainer durch. Ein Lohn für harte Mühen: „Es waren anstrengende acht Wochen der Vorbereitung. Die Zeit war wirklich hart, weil ich kaum noch Zeit für meine Familie hatte“, erzählt Fusco und ergänzt: „Ich bekam aber große Unterstützung von meinem Team.“
Auch seine drei Kinder, neun bis 14 Jahre alt und selbst sportlich aktiv – allerdings im Fußball und Turnen – und seine Frau waren beim Kampf dabei. Für die Kinder sei es normal, dass der Papa im Ring mit anderen Männern kämpft, schließlich macht Fusco das ja schon seit 25 Jahren.
Und auch nach diesem Vierteljahrhundert ist nicht endgültig Schluss. „Ich werde weiterhin als Trainer aktiv bleiben und meine Erfahrung und mein Wissen an die Jugend weitergeben“, sagt er. Wer Interesse hat, einmal Kickboxen auszuprobieren, kann sich in der Sportschule „Gladiator“ in Augsburg nun also von einem echten Weltmeister trainieren lassen.
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