Mann bringt hirntote Freundin in die Bobinger Wertachklinik: Polizei ermittelt wegen Mordverdachts

Eine Fahndung nach dem verschwundenen Mann führte schließlich kurz nach 1 Uhr zum Erfolg. (Foto: Jaromír Chalabala-123rf.de)
Wegen eines mutmaßlichen Tötungsdeliktes ermittelt nun die Kripo Augsburg, nachdem am Dienstag folgender Sachverhalt bekannt wurde: Gegen 20 Uhr erschien ein zunächst unbekannter Mann an der Notaufnahme der Wertachkliniken in Bobingen und übergab den Rettungskräften eine offenbar schwerverletzte Frau. Der Mann artikulierte sich lediglich in gebrochenem Deutsch, sodass weitere Auskünfte über die Art und Herkunft der Verletzungen, aber auch über die Identität der Frau auf die Schnelle nicht erlangt werden konnten.

Während die Verletzte umgehend medizinisch versorgt wurde, entfernte sich der Mann in unbekannte Richtung, so die Polizei.

Bei der medizinischen Untersuchung der Frau stellte sich heraus, dass diese schwerste multiple Verletzungen, insbesondere im Kopfbereich, aufwies und der Hirntod bereits eingetreten war.

Eine Fahndung nach dem verschwundenen Mann führte schließlich kurz nach 1 Uhr zum Erfolg: ein 31-jähriger polnischer Arbeiter wurde in Großaitingen aufgespürt und festgenommen. Er gilt als dringend tatverdächtig, seine 33-jährige polnische Bekannte, mit der er offenbar eine Beziehung führte, derart misshandelt und dabei ihren Tod verursacht zu haben.

Die genaueren Umstände der Tat, insbesondere zum Tatablauf, müssen derzeit noch von den Augsburger Kriminalbeamten ausermittelt werden. Eine Rechtsmedizinerin aus München wurde in die Tatortarbeit eingebunden.

Die Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht hat den von der Staatsanwaltschaft Augsburg beantragten Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des Mordes erlassen und in Vollzug gesetzt. Der Mann wurde in eine Justizvollzugsanstalt überstellt.
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