Mord an ehemaliger Lebensgefährtin in Großaitingen: Anklage gegen 31-Jährigen

Gegen einen 31-Jährigen, der seine Freundin zu Tode geprügelt haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. (Foto: Jaromír Chalabala-123rf.de/Symbolbild)

Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen 31-jährigen Polen, der über eine Zeitarbeitsfirma in Landsberg Arbeit gefunden hatte und im südlichen Landkreis Augsburg wohnte, wegen Mordes zum Landgericht Augsburg - Schwurgerichtskammer - erhoben.

Der Angeschuldigte ist laut Anklage dringend verdächtig, seine 33-jährige, ebenfalls aus Polen stammende, ehemalige Lebensgefährtin am Nachmittag des 25. Oktober 2016 in seiner Wohnung mehrfach so massiv in den Genitalbereich, gegen den Kopf und gegen den Oberkörper geschlagen zu haben, dass sie eine extreme Hirnschwellung und zahlreiche Einblutungen, Serienrippenbrüche mit Durchspießungen, Frakturen eines Brustwirbelkörpers und zweier Lendenwirbelfortsätze erlitt und nicht mehr ansprechbar war.

Hirntote Freundin in Wertach-Kliniken in Bobingen gebracht

Erst gegen 19.20 Uhr brachte der Angeschuldigte, die zu diesem Zeitpunkt bereits hirntote Geschädigte in die Wertach-Kliniken nach Bobingen, wo sie verstarb.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeschuldigten vor, die Geschädigte grausam und aus niedrigen Beweggründen getötet zu haben. Motiv für die Tat soll grundlose, übersteigerte Eifersucht gewesen sein.

Der Angeschuldigte, der sich seit dem Tag nach der Tat in Untersuchungshaft befindet, hat in seinen Einlassungen unterschiedliche Ursachen und Geschehensabläufe für die Verletzungen genannt.

Das Strafgesetzbuch sieht für Mord lebenslange Freiheitsstrafe vor. Termine zur Hauptverhandlung wurden noch nicht bestimmt.
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