Schießstand geschlossen


Die Singoldschützen Großaitingen dürfen ihre 100-Meter-Schießanlage nicht mehr nutzen. Sie entspricht nicht mehr den aktuellen Brandschutzvorschriften. Das entschied das Augsburger Verwaltungsgericht vergangene Woche. Obgleich die Anlage bereits über zwei Notausgänge verfügt, muss ein weiterer her. Und solange der fehlt, ruht der Betrieb auf den drei 100-Meter-Schießbahnen der Anlage.

"Das Verwaltungsgericht Augsburg schloss sich der Auffassung des Landratsamts Augsburg an, dass eine Benutzung dieses Teils der Schießanlage ohne Notausstieg im Bereich des Kugelfangs nicht länger möglich sei", erklären die Singoldschützen auf ihrer Internetseite. Zusammen mit dem Landratsamt und dem Schießstandsachverständigen werden die Singoldschützen nun nach einer "baulich zweckdienlichen und finanziell tragbaren Lösung" suchen.

Stände für Großkaliberschützen müssen hohe Auflagen erfüllen, etwa Ausgänge an verschiedenen Stellen des Schießstandes - auch am Ende der Bahn im Bereich des Kugelfangs. "Es braucht nur jemand dort Patronen einzusammeln", erläutert Horst Kuchenbaur, im Landratsamt zuständig für Waffenrecht. Dieser Schütze schaffe es nicht mehr heil zum Ausgang, wenn der Schießstand in Flammen stehe. Wie viele Schützenvereine nun aufrüsten müssen, konnte Kuchenbaur nicht sagen. In Untermeitingen bauen die Schützen seit Jahren an Vereinsheim und Schießanlage. Ihr 100-Meter-Schießstand hat nun drei Notausgänge. (nh)
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