Nicht nur Berlin kennt Zweirad Gruber

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Gunzenhausen: Zweirad Gruber |

Betriebsbesichtigung / MdB Katrin Albsteiger und MdB Artur Auernhammer folgten der Einladung der Jungen Union Gunzenhausen.

"Wir sind stolz darauf, dass wir Stammkunden aus ganz Deutschland haben“, so Gabi Bayerlein bei der Begrüßung der kürzlich stattgefundenen Betriebsbesichtigung. Zusammen mit ihrer Mutter, IHK-Vizepräsidentin und Geschäftsführerin des Unternehmens Erika Gruber, die sei kurzem auch Trägerin des Bayerischen Verdienstordens ist, freute sie sich, neben den beiden Bundestagsabgeordneten auch Landrat Gerhard Wägemann, Bürgermeister Karl-Heinz Fitz sowie mehrere Stadträte, die beiden Sparkassenvorstände Burkhard Druschel und Jürgen Pfeffer sowie Mitglieder der Jungen Union in ihrem mittelständischen Betrieb begrüßen zu können.

1000 Modelle vor Ort

Während des Rundgangs gab es nicht nur einen umfassenden Überblick über die Sortimentsgestaltung und die Vielfalt an Fahrrädern – von Kinderanhängern für die Kleinsten über Kinderrädern bis zum hochtechnisierten E-Bike, rund 1000 Modelle sind vor Ort – Zubehör und Bekleidung, auch die Werkstatt durfte besichtigt werden. Bis zu 90 Fahrradmontagen können hier am Tag durchgeführt werden: vom Auspacken, über Zusammenbau, Gangschaltung einstellen, Speichen nachziehen, Räder justieren und vieles mehr – bei einem modernen Fahrrad ist die Endmontage kaum in Eigenleistung zu realisieren. Hier kommt eine, von einem Mitarbeiter selbstentwickelte, pneumatische Hebeeinrichtung zum Einsatz, welche die Arbeit deutlich erleichtert. Schade findet Erika Gruber allerdings, dass sie immer wieder auf gut eingearbeitete Mitarbeiter verzichten muss, die zwar im Rahmen der Eingliederung hier einen guten Platz gefunden haben, dann aber beispielsweise in die Industrie wechseln oder schlimmstenfalls abgeschoben werden.

Es war einmal ...

Bereits früh begann die Erfolgsgeschichte von Zweisport Gruber, als Erika Grubers Vater, Frisörmeister, Mechaniker- und Musikmeister zusammen mit seiner Frau Anna ein Frisörgeschäft in Meinheim aufbaute, in welchem sie auch Fahrräder verkauften und reparierten. Als sogenannter „Fahrradflicker“ übernahmen sie 1959 das Fahrradgeschäft am Eidamsplatz. Was auf 40 Quadratmetern begonnen hat, ist bis heute auf 1500 Quadratmeter und 20 Mitarbeiter gewachsen, die allesamt in den Familienbetrieb integriert sind. „Unser Erfolg ist auch ein Verdienst der Belegschaft“, so Erika Gruber, weiblicher Kopf des Familienbetriebes, der aktuell drei Generationen umfasst und großen Wert auf Kundennähe, geschulte Mitarbeiter und schnelle Reparaturzeiten sowie die Funktion als E-Bike-Service-Point legt, was ihn natürlich auch für Touristen sehr interessant macht.

Es wird mal wieder eng

Aber einmal mehr ist das Unternehmen an eine Kapazitätsgrenze gestoßen und plant eine Expansion des Fahrradzentrums mit einer noch größeren Präsentationsfläche, modernerer Werkstatt und mehr Parkplätzen, direkt gegenüber dem jetzigen Betriebssitz. In diesem soll dann eine Zentralisierung der bisher auf mehrere Standorte verteilten Lager realisiert werden.
Bevor der Rundgang sein Ende fand, nutzte Gabi Bayerlein noch die Gelegenheit, ihrer Mutter nachträglich mit einem Blumenstrauß zum Verdienstorden zu gratulieren – war sie erst an diesem Tag wieder aus dem Urlaub zurückgekehrt. Ein kleiner Imbiss lud zum Abschluss noch zu netten Gesprächen ein und rundete die Besichtigung perfekt ab. (jf)
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