Damit der Alptraum nicht Realität wird

Gemeinsame Übung für den Ernstfall am Klinikum. Fotos: pm
 
Die Bergung von Patienten aus einem brennenden Zimmer war Teil der Übung.


In einem Patientenzimmer im 1. Obergeschoss des Neubaus Bauteil A löst plötzlich starke Rauchentwicklung einen Rauchmelder aus - Feueralarm am frühen Dienstagnachmittag - die Brandschutzübung ist im vollen Gange. Innerhalb kürzester Zeit brachten Pflegemitarbeiter und Ärzte die Patienten und Besucher zu Fuß oder in ihren Betten liegend in sichere Bereiche. Die durch die automatische Brandmeldeanlage alarmierte Freiwillige Feuerwehr der Stadt Gunzenhausen rückte mit zwei Löschfahrzeugen, Drehleiter und 17 Einsatzkräften an und eilten ins Klinikgebäude.

Gemeinsam mit dem 1. Kommandanten der Feuerwehr Gunzenhausen, Swen Müller, hatten Andreas Fichtner, Brandschutzbeauftragter der Klinik, Pflegedienstleitung Cornelia Kerschbaum und Kaufmännische Leitung, Andrea Kramp, ein äußerst realistisches Szenario für die Übung geplant. In einem Patientenzimmer im 1. Obergeschoss des zum Hang liegenden Neubaus A bricht das simulierte Feuer aus. Starker Rauch entwickelt sich. Die Patienten sind zu evakuieren und der Brand unter Kontrolle zu bringen.

Nach Auslösen des Alarms, brachten die Mitarbeiter der vom Brand betroffenen Station sofort die Patienten aus dem Gefahrenbereich in Sicherheit. Die 17 angerückten Feuerwehrleute, unter Einsatzleitung von Zugführer Uwe Jäger, leiteten unmittelbar nach der Erkundung die Rettung zweier vermisster Personen unter schwerem Atemschutz ein. Als sie die Zimmertür eines Patientenzimmers öffneten, schlug ihnen dichter Qualm entgegen, der sich in Sekunden im Flur und auf der ganzen Station ausbreitete und die Sicht nahm.

Nur Momente später trugen die beiden Feuerwehrleute einen Jungen aus dem brennenden Zimmer und brachten ihn in einen sicheren Bereich im nächsten Brandabschnitt, in welchem er sofort vom bereitstehenden Stationsarzt und den Gesundheits- und Krankenpflegerinnen versorgt wurde. Nur kurze Zeit später retteten die Feuerwehrmänner eine junge Frau aus dem gleichen Patientenzimmer. Nachdem alle Zimmer kontrolliert und alle Patienten in Sicherheit gebracht waren, wurde der simulierte Zimmerbrand durch die Feuerwehr gelöscht und der betroffene Bereich belüftet. Kurze Zeit später hatte sich der dichte Nebel gelichtet und die Übung war, nach etwas mehr als einer halben Stunde, beendet. Die völlig verschwitzten Feuerwehrleute begannen die ausgelegten Schlauchleitungen abzubauen und ihr eingesetztes Material in den Fahrzeugen zu verstauen.

Unterdessen tauschten sich die beteiligten Führungskräfte der Klinik und der Feuerwehr gemeinsam aus: Gut ist es gelaufen, alle wussten was im Brandfall zu tun ist. So ist das Ziel der Übung - die theoretischen Notfallpläne im Falle eines Brandes zu überprüfen und die Abläufe und Zusammenarbeit der Feuerwehr, der Mitarbeiter des Klinikums und weiterer Helfer praktisch zu üben - gelungen. Auch Feuerwehrkommandant Swen Müller ist zufrieden "Bei einer Übung wie dieser zählt nicht nur die Schnelligkeit, sondern vor allem die gute Kommunikation und der Austausch untereinander."

Ein paar Dinge gab es dann doch, die man besser machen könnte. So war der Feuerwehr zum Beispiel nicht auf den ersten Blick klar, wer der verantwortliche Ansprechpartner auf der Station war. Schnell war eine Lösung gefunden, das Klinikum stattet alle Bereiche mit Westen aus, die den Ansprechpartner für die Feuerwehr klar erkennbar machen. (pm)
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