Klinikmodernisierung geht in die dritte Runde

Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml überprüfte die Fortschritte bei der Modernisierung.

Schon den Spatenstich im September 2014 ließ sich die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml nicht nehmen, nun kam sie nochmals nach Gunzenhausen, um den Baufortschritt des 2. Bauabschnitts am Klinikum Altmühlfranken persönlich in Augenschein zu nehmen und sich mit Landrat Gerhard Wägemann und Landtagsabgeordnetem Manuel Westphal über die Planungen des 3. Bauabschnitts und die Verwendung der neuen Fördergelder zu informieren.

Weitere Finanzspritzen für den Ausbau

Das Klinikum Altmühlfranken erhält eine weitere Finanzspritze für die Baumaßnahmen zur Erweiterung des Krankenhauses um eine akutgeriatrische Station sowie für restliche Sanierungsmaßnahmen. Diese sollen im kommenden Winter 2017/2018 beginnen und mit der Sanierung des zweiten Bettentraktes zeitlich getaktet werden. Die Gesamtkosten für den nächsten dritten Bauabschnitt liegen bei rund 16,6 Millionen Euro, von denen von staatlicher Seite rund 10,97 Millionen Euro Fördergelder zur Verfügung gestellt werden. Die restliche Summe von 5,63 Millionen Euro finanziert das Klinikum aus Eigenmitteln.

„Mit dieser finanziellen Unterstützung können wir weiter in unser Klinikum Altmühlfranken Gunzenhausen investieren und werden es im Jahr 2020 modern und zukunftsorientiert fertig umgebaut haben.“, freuen sich Landrat Gerhard Wägemann, Landtagsabgeordneter Manuel Westphal und Klinikvorstand Jürgen Winter, die sich dafür eingesetzt haben.
Bereits im August 2016 hatte die Abstimmung des Raumprogramms für den 3. Bauabschnitt mit dem Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (StMGP) stattgefunden. Im Dezember 2016 wurde der Antrag zur Aufnahme der Baumaßnahme ins Jahreskrankenhausbauprogramm des Freistaates Bayern eingereicht. Ein halbes Jahr später gab der Ministerrat die Förderungen von 22 Krankenhausbauvorhaben mit insgesamt 429 Millionen Euro bekannt und das Klinikum Altmühlfranken ist mit 10,97 Mio. Euro dabei. „In Bayern verfügen wir in Stadt und Land über leistungsfähige Krankenhäuser, die gut erreichbar sind und eine qualitativ hochwertige Behandlung bieten. Um langfristig stationäre Versorgungsstrukturen zu erhalten und die Herausforderungen des medizinischen Fortschritts zu bewältigen, müssen wir kontinuierlich in unsere Kliniken investieren“, erklärt Ministerin Huml.

Ausschlaggebend für den 3. Bauabschnitt am Klinikum Altmühlfranken Gunzenhausen ist die Verbesserung der Krankenhausstruktur im Landkreis mit der Umwandlung des Stadtkrankenhauses Treuchtlingen in eine Fachklinik für Psychosomatik in Trägerschaft der Bezirkskliniken Mittelfranken. Im gleichen Zuge wird am Klinikum Altmühlfranken Gunzenhausen das Zentrum für Altersmedizin mit insgesamt 55 Betten etabliert. Schon Ende 2017 wird mit den baulichen Maßnahmen begonnen. Zeitgleich beginnt die Sanierung des nach Norden gelegenen zweiten Bettenhauses. Hier wird die Akut-Geriatrie mit 25 Betten und Therapieraum in das 3. Obergeschoß einziehen.

Mit Eigenmitteln neu gebaut wird eine Erweiterung der Gartenstation (Bauteil G), die in Zukunft die Reha-Geriatrie beherbergt. Außerdem wird eine onkologische Facharztpraxis im Erdgeschoss des Bauteils A mit einer Fläche von 285 m² geschaffen.
Aktuell wird der erste Bettentrakt fertig gestellt. Im Oktober 2017 wird das Diagnosticum Bayern Mitte das fachärztliche Angebot mit der Eröffnung einer radiologischen Filialpraxis mit MRT abrunden. Und auch das Linksherzkatheterlabor des Klinikums Altmühlfranken wird in neue Räume umziehen.

Abschluss der Sanierungsarbeiten 2020

Im Jahr 2020 schließt der dritte Bauabschnitt die Sanierung des Klinikums Altmühlfranken Gunzenhausen endgültig ab. Nach etwa elf Jahren Bauzeit bei laufendem Betrieb und einer Investitionssumme von 81 Mio. Euro sind dann alle Gebäudeteile des 40 Jahre alten Klinikgebäudes fertig saniert. Die Patienten können sich auf großzügige lichtdurchflutete 2-Bettzimmer mit eigenem Bad freuen und auf Wunsch ausgesuchte Wahlleistungen wahrnehmen. Der Landkreis kann dann ein baulich hochmodernes und großzügiges Krankenhaus bieten, das die Menschen in der Region Altmühlfranken weiterhin auf höchstem medizinischem Niveau versorgt. (pm)
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