Aktionswoche: „Alkohol – weniger ist besser“

Verena Kaiser, Peter Rauch, Kristina Wöllmer und Albert Knollmeier informierten über die Folgen des Alkoholkonsums. Foto: Jessica Frank


Das Gläschen Wein oder das Feierabendbier gehört für viele Menschen zum abendlichen Ritual. Meist bleibt es leider nicht beim mäßigen Verzehr. Von 8:30 bis 12:30 Uhr informierten die beiden Sozialpädagoginnen Verena Kaiser und Kristina Wöllmer zusammen mit Sozialpädagogen Peter Rauch vom Gesundheitsamt über die Folgen von übermäßigem Alkoholkonsum - wobei hier nicht nur die Sucht gemeint ist, sondern auch Folgeerkrankungen wie Organschädigungen bis hin zum Krebs. Mit ihrem Aktionsstand möchten sie anregen, über den eigenen Konsum nachzudenken. Viele Passanten nutzten die Gelegenheit, sich zu informieren und nahmen auch einen Selbsttest zum Alkoholkonsum mit.

Alkoholkonsum wird oft verharmlost!

Vor allem auch der Einfluss der Volksdroge auf die Verkehrstüchtigkeit stand im Mittelpunkt: Sterben doch jedes Jahr Hunderte Menschen durch Unfälle unter Alkoholbeteiligung.


Auch ein selbst Betroffener, Albert Knollmeier, war mit vor Ort. Bereits seit zehn Jahren wohnt der 60-Jährige im Therapiezentrum Cronheim und stand Interessierten Rede und Antwort. Bereits in jungen Jahren ist er in den Konsum "hineingerutscht" und irgendwann war es dann zu spät. Nach mehreren erfolglosen Versuchen auszusteigen, hat er es dann glücklicherweise vor zehn Jahren in Cronheim endlich geschafft.

"Wunschflasche"

Mit dabei, eine 180 cm große Flasche, auf welcher Besucher des Standes ihre Wünsche und Gedanken heften konnten.

Sätze wie "Es wird mit der Zeit leichter", "... man ist ein anderer Mensch", "Lass mich endlich in Ruhe", "...die Kindheit kaputt gemacht" und "macht einsam" waren hier zu lesen. Zeilen, die mich sehr berührten, da hier in wenigen Worten die Angst, Ohnmacht und Verzweiflung zu spüren war, welche diesen Worten zugrunde liegen. Weitere Informationen erhalten Sie unter Telefon 09836 / 97786-0 sowie im Gesundheitsamt. (jf)
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