Es war durchaus Zeit zum Schalten

Freuten sich über die offizielle Inbetriebnahme: Bürgermeister Karl-Heinz Fitz mit Vertretern der beteiligten Unternehmen
  Gunzenhausen: Schalthaus | Nach gut einjährigen Baumaßnahmen konnte am vergangenen Mittwoch das neue Schalthaus in der Oettingerstraße / Oettinger Parkplatz offiziell in Betrieb genommen werden. "Wenn das alte Schalthaus absaufen würde, wäre die Stadt dunkel", erläuterte Bürgermeister Karl-Heinz Fitz in seiner Begrüßungsrede die Maßnahme des Neubaus. Im Zuge des Hochwasserschutzes und der Renaturierung der Altmühl wurden die Stadtwerke Gunzenhausen vor eine große Herausforderung gestellt: Fast alle Versorgungsleitungen (Gas, Wasser, Strom) mussten im Bereich zwischen Altmühl-Brücke Oettinger Straße und der Promenade auf Höhe Gasthaus Lehner umverlegt werden. Vor allem die Verlegung der 20 kV Mittelspannungsleitungen, welche als Haupteinspeiseleitungen für die gesamte Stadt dienen, konnten nicht einfach abgeschaltet werden.

Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen

Schnell kristallisierte sich heraus, dass zusätzlich zur Umverlegung ein neues Schalthaus entstehen sollte. "Durch den Bau eines zweiten Einspeise-Schalthauses benötigten wir für die Zeit der Kabelumverlegungen keine aufwendige Notstromversorgung und durch die redundante Anbindung wird gleichzeitig die Versorgungssicherheit erhöht", erklärte der technische Geschäftsführer, Mario Malorny. Nachdem die technische und optische Frage des "Wohin" geklärt war, stellte die Spülbohrung unter der Altmühl eine echte Herausforderung dar. Um dann von der Archäologie abgelöst zu werden, welche glücklicherweise glücklos war. So konnten am Ende rund 3.550 Meter Mittelspannungskabel, 1.680 Meter Niederspannungskabel und 2.100 Meter Steuerkabel verlegt werden. Die Kosten für die Baumaßnahme betrug insgesamt circa 1,5 Millionen Euro. Eine der größten Maßnahmen der Stadtwerke in den letzten zehn Jahren, die allerdings zeigt, wie zeitgemäß und vorausschauend diese agieren, so der Bürgermeister. Ein Lob, das Malorny postwendend beantwortete: "Wir werden uns nicht darauf ausruhen!"

Das Neueste, was an Technik verfügbar ist

Malornys großer Dank gilt den Behörden – Bauamt, Landratsamt und Wasserwirtschaftsamt –  den SWG-Monteuren, die über sich hinausgewachsen sind, und den beteiligten Betrieben: Der Firma Hiplan aus Hassloch, welche die Stadtwerke von der Planung des Projekts (Ausschreibung, Herstelleranfragen, Vergabe) inklusive Projektabwicklung und Objektüberwachung bis zur Abnahme der Gewerke zur Seite stand. Hierbei wurden unter anderem die Netzberechungen im Hoch- und Mittelspannungsbereich durchgeführt sowie in puncto Informationssicherheit und IT-Sicherheit beraten. Das Kernstück des neuen Schalthauses, die große Mittelspannungsanlage mit der Niederspannungs-Verteilung,  kommt ebenso wie der Trafo, Batterieanlagen sowie die Schutz- und Fernwirktechnik  nicht nur aus dem Hause Elektrotechnische Werke Driescher & Söhne GmbH aus Moosburg. Sie wurde auch von DRIESCHER komplett montiert und verkabelt. Die Kabelverlegearbeiten wurden durch die Stadtwerke in Verbindung mit der Tiefbauabteilung der Firma Schmidt aus Dittenheim vorgenommen. (jf)
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.