Jim Knopf Ausstellung

Immer wenn es um die Geschichten von Michael Ende geht fangen die Augen der Kinder an zu Leuchten. Foto: Stadt Gunzenhausen

 Mit Jim Knopf und Lukas, dem Lokomotivführer, hat Michael Ende zwei der bekanntesten Kinderbuchfiguren geschaffen. Ihre Abenteuer werden nun schon in der dritten Generation erzählt und der Thienemann-Verlag hat nun zwei neue Buchausgaben, "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" und "Jim Knopf und die Wilde 13" neu und mit farbigen Illustrationen herausgebracht.

Noch bis zum 24. November zeigt die Stadt- und Schulbücherei die großformatigen Vorlagen, die der Verlag für eine Ausstellung zur Verfügung stellt. Damit möglichst viele Kinder die von Michael Ende erdachten und seit 1960 erfolgreichen Kinderabenteuer kennenlernen, hat die Stadt- und Schulbücherei für Kindergärten eine Führung konzipiert, die Bilderbuchkunst und Geschichten kombiniert. Die Resonanz ist beachtlich: 20 Kindergartengruppen besuchen bis zum 24. November die Ausstellung!

Ab ins Lummerland

Mit dem kleinen Insel-Kosmos Lummerland hat Michael Ende zunächst eine kleine, überschaubare Welt in Szene gesetzt: "Doppelt so groß wie meine Wohnung", in der König Alfons und seine Untertanen ein beschauliches Leben führen. Aber irgendwann ist es für Jim Knopf und Lukas Zeit, das kleine Land zu verlassen und sich in eine Welt voller Abenteuer einzulassen: Sie reisen nach Mandala, durchqueren Wüsten und Vulkanlandschaften, ehe sie ein hohes Gebirge "Die Krone der Welt" erreichen und sich sogar durch einen unfassbar dunklen Tunnel nach Kummerland wagen, in die Drachenstadt.

Immer wenn Büchereimitarbeiterin Babett Guthmann die Kinder in die Geschichte mitnimmt und durch die Ausstellung begleitet, wird schnell klar: Die bunte Bilder- und Phantasiewelt fasziniert die Kinder ebenso wie die unkomplizierte Freundschaft zwischen dem kleinen Jim Knopf und dem gutmütigen Lukas, dem Lokomotivführer. Eine ganz besondere Freundschaft, bei der der erwachsene Lukas sehr wohl die Richtung vorgibt, aber den kleinen Jim ernst nimmt, seine Vorschläge überdenkt und auch oft aufgreift. Jim ist zwar ganz schön mutig, aber kleine freche Göre, sondern eher ein nachdenklicher Zeitgenosse. Dank Michael Endes Sprachkraft können sich die Kinder auch heute noch gut mit ihm identifizieren.

Für Literatur begeistern

Begeisterung für gute Kinderliteratur wird bei diesen Führungen ebenso vermittelt wie Wissen um Farben und Farbtöne. So können die Kinder - passend zum Führungskonzept "Kunst für Kinder" die Tuschezeichnungen von F. J. Tripp mit den kräftigen und farbenfrohen Bildern von Mathias Weber vergleichen, die als "gelungene Renovierungen" gelobt werden. (pm)
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