Radlstadt Gunzenhausen der Zertifizierung ein Stück näher

Michael Napokoj (Oberbauleiter Fa. Fiegl) Stefan Wagner (Fa. Wagner Tief- und Pflasterbau), Stadtbaumeisterin Simone Teufel, Bürgermeister Karl-Heinz Fitz und Thomas Hinterleitner (Ltg. Tiefbau) geben den Rad- und Gehweg offiziell frei.
Gunzenhausen: Oettinger Straße |

Durch die Reduzierung der Fahrbahnbreite von 8,50 Meter auf 6,50 Meter konnte der kombinierte Geh- und Radweg in der Oettinger Straße auf bis zu 4,64 Meter erweitert werden.

Am vergangenen Freitag war es soweit: Nach nur knapp sieben Wochen Bauzeit konnte die Oettinger Straße wieder offiziell freigegeben werden. "Wieder etwas geschafft", kommentierte Bürgermeister Karl-Heinz Fitz mit großer Freude und auch Stolz diese Verbesserung sowohl für alle Anlieger als auch die Nutzer. Durch diese Maßnahme werden die Ziele der Verbesserung der Radverkehrssicherheit im Einklang mit der Radverkehrsfreundlichkeit erreicht – und die Radlstadt ist ihren Zielen wieder ein Stück näher gekommen. Weitere Informationen unter www.agfk-bayern.de/kommunen/gunzenhausen.

Brisante Ausgangssituation

Die Hauptverkehrseinfallstraße in die Stadt aus Richtung Westen, die zudem eine direkte Anbindung an die B13 besitzt, weist eine tägliche KFZ-Stärke von bis zu 6.000 Fahrzeugen auf – in Spitzenzeiten bis zu 530 Fahrzeuge pro Stunde! Der Schwerverkehrsanteil liegt bei circa 100 Fahrzeugen am Tag. Aber auch der Radverkehr, beispielsweise aus Unterwurmbach oder dem davor gelegenen Gewerbegebiet, kann sich sehen und vor allem messen lassen: 51 Radfahrer wurden in der Spitzenstunde registriert. Und vor allem auch Schulkinder benutzen diese Strecke. Darüberhinaus führt auf hier auch ein überregionaler Radweg in die Hesselberg-Region. Hinzu kommen hochfrequente Betriebsausfahrten und leider auch schon geschehene Unfälle. Gründe genug, die bisherige, nicht zulässige, Breite von zwei Metern entsprechend zu erhöhen.

Verkehrssicherheit verbessert

Auf einer Länge von circa 350 Metern wurde der Geh- und Radweg nicht nur auf eine Mindestbreite von vier Metern erweitert, sondern an den Betriebsausfahrten zusätzlich markant akzentuiert. Die Fahrbahn wurde durchgängig auf 6,50 Meter verschmälert, ohne dass der Begegnungsverkehr eingeschränkt ist. Aufgrund der Verbreiterung mit den sich daraus ergebenden Verschneidungen der Quergefälle der Straße und des Gehweges wurde es erforderlich, die gesamte Oettinger Straße im Ausbaubereich abzufräsen und mit einer neuen Deckschicht zu versehen. 246.500 Euro nahm die Stadt dafür in die Hand, konnte sich allerdings über eine Förderung in Höhe von 80.000 Euro seitens des Bundesumweltministeriums im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative freuen. Bürgermeister Fitz dankte den beteiligten Firmen Fiegl aus Pleinfeld, Wagner aus Unterwurmbach und Probst aus Zandt für die zeitlich "sehr sportliche" Umsetzung der Maßnahme. In Zahlen handelte es sich dabei um circa 1.300 Quadratmeter Pflasterfläche Geh- und Radweg, circa 2.800 Quadratmeter Asphaltierung. (jf)
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