Schloss Cronheim in besten Händen

Sparkassenvorstand Burkhard Druschel bedankte sich bei Therapiezentrumsleiter Frank Genahl mit einer Spende von 500 Euro für die Einblicke die er an diesen Tag erhalten durfte
 
Burkhard Druschel durfte auch in der Holzbauwerkstatt selbst an der Säge mit anpacken
Gunzenhausen: Schloss Cronheim |

Gunzenhausen - Schürze, Kochmütze und Handschuhe. Von einem Sparkassenvorstand darf ordentliche Kleidung schließlich erwartet werden. Und diese stellten die Küche und die hauseigene Schreinerei des Therapiezentrums Schloss Cronheim Burkhard Durschel zu seinem Rollentausch gern zur Verfügung.

Die „Aktion Rollentausch“, entstanden aus einer Idee des Forums Soziales Bayern, wird von der Freien Wohlfahrtspflege Bayern durchgeführt. Der Name „Aktion Rollentausch“ ist Programm: In Form einer Hospitation geben soziale Einrichtungen Gästen aus Politik, Wirtschaft und anderen Bereichen die Möglichkeit, soziale Arbeit und Pflege in der Praxis kennen zu lernen. Die sozialen Einrichtungen können so auf die personellen, finanziellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der sozialen Dienste und Einrichtungen aufmerksam machen, für die Qualität sozialer Arbeit und Pflege werben und für die Lebensumstände der Menschen, die von sozialen Einrichtungen betreut werden,  sensibilisieren. Die „Aktion Rollentausch“ bietet die Chance, Glaubwürdigkeit und Vertrauen in die Arbeit der Einrichtungen zu schaffen. Die „Aktion Rollentausch“ hat also letztlich das Ziel, einen positiven Meinungsbildungsprozess zugunsten „des Sozialen“ in Bayern zu fördern.

Rollentausch bereits zum neunten Mal

Bereits neunmal fand die Aktion "Rollentausch" statt, bei der Politiker, Vertreter der Wirtschaft und Kostenträger des Sozialbereichs aus ganz Bayern eingeladen sind, einmal die Perspektiven zu wechseln und sich anzusehen, wie das "soziale Bayern" ausschaut, wenn man darin arbeitet.

Dieses Jahr fand die Aktion Rollentausch jedoch außerplanmäßig statt, da von Seiten der Organisatoren 2017 kein offizieller Rollentausch vorgesehen war. So etwas hält jedoch das Therapiezentrum nicht auf. Hier ist man Widerstände gewohnt und wächst mit Ihnen so Heimleiter Frank Genahl. Es wäre schade, auf solch eine tolle Aktion zu verzichten, deswegen gehen wir gerne vorneweg.

Beim "Rollentausch" sollen Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit für die Bedeutung und den Wert der sozialen Arbeit sensibilisiert werden. Sie lernen die Bedürfnisse der betreuten Menschen und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort von einer ganz anderen Seite kennen.

Sparkassenvorstand durfte mit anpacken

Burkhard Druschel lernte in Cronheim nicht nur die Einrichtung kennen, er musste auch direkt mit anpacken.

Der Hospitant musste in der Küche das Salatbuffet vorbereiten, nahtlos Einblick in die Ergotherapie nehmen, den sozialen Dienst im ambulanten Betreuten Wohnen begleiten, danach den stationären Sozialdienst beim Gruppengespräch beobachten und zum Abschluss in der Holzwerkstatt mit arbeiten. Zwischendurch gab es immer wieder Kontakte zu Heimleiter Genahl, um Verfahrensabläufe im Hause zu erläutern.

Keine Berührungsängste hatten die Bewohner des Therapiezentrums mit dem Sparkassenvorstand in Kontakt zu treten und so ergaben sich schon während der Einarbeitung erste Gespräche.

Therapiezentrumsleiter Frank Genahl kann dem "Rollentausch" nur Gutes abgewinnen:
„Denn was Menschen sehen, erfahren und erleben, das bleibt ihnen im Gedächtnis, ist authentisch, kann sie unmittelbar berühren. Das persönliche Gespräch mit Mitarbeitenden und Klientinnen und Klienten soll bei den Gästen Verständnis für die Belange der betreuten Menschen und der Einrichtung schaffen, es soll helfen, Vorurteile und Ängste abzubauen“.

Für viele, die ins Schloss einziehen, ist dies die letzte Chance, die allerletzte Möglichkeit zur Umkehr. Wer hier ankommt, hat nach laut Heimleiter Genahl schon alles probiert, um im Leben wieder Fuß zu fassen und ist genauso oft gescheitert. Daher sind viele Bewohner froh, den Anschluss ans Leben wieder gefunden zu haben.

Frank Genahl bedankte sich ausdrücklich bei Burkhard Druschel mit einem kulinarischen Präsentkorb, die schöne Tradition des Rollentausches in Cronheim fortgesetzt zu haben. Auch Burkhard Druschel war von seinen Eindrücken an diesem Tag sehr begeistert und übergab Frank Genahl eine Spende in Höhe von 500 Euro für das Therapiezentrum als Anerkennung der dort geleisteten Arbeit. Für das nächste Jahr hat sich im Übrigen schon Druschels Vorstandskollege Jürgen Pfeffer angekündigt.
(KH)
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