Vortrag: Fit fürs Leben

Referentin Petra Sammet (Motopädagogin) beim Vortrag im Sitzungssaal der Sparkasse Gunzenhausen. Foto: pm

Was haben krabbeln, laufen, springen und toben mit lesen, schreiben und
rechnen zu tun? Wie erkenne ich Entwicklungsauffälligkeiten und wie und was lernen Kinder über Bewegung bereits ab dem Babyalter? Antworten auf diese Fragen erhielten die mehr als 70 interessierten Erzieherinnen von Referentin Petra Sammet (Motopädagogin) mit Hilfe des psychomotorischen Ansatzes.

Sie arbeitete als Erzieherin, machte eine Ausbildung auf dem Gebiet der Psychomotorik und führt nun eine Praxis für Psychomotorische Entwicklungsförderung in Ursulapoppenricht bei Amberg.

Organisiert wurde die Veranstaltung für die Kindergärten aus dem Geschäftsgebiet der Sparkasse Gunzenhausen. "Ein kleines Dankeschön für Ihre wertvolle Arbeit bei der Erziehung unserer Kinder", so Michael Hackenberg (Leiter der Filialdirektion Gunzenhausen) bei seiner Begrüßung im Sitzungssaal der Sparkasse.

Motorische Entwicklung wichtig für die Konzentration

In ihrem kurzweiligen Vortrag erläuterte Petra Sammet die Zusammenhänge zwischen der motorischen Entwicklung und den Themen: Still sitzen können, zuhören, sich an Regeln halten, aber auch selbstbewusst sein und soziale Kompetenz besitzen.

Bereits im Kleinkindalter, wenn erste Kontakte zu Gleichaltrigen entstehen, wird deutlich, wie wichtig die gesunde Entwicklung unserer Kinder ist. In diesem Zeitraum wird ersichtlich, in welchen Bereichen Kinder Schwierigkeiten haben beziehungsweise mit welchen Situationen sie sehr gut zurechtkommen. Die Lernerfahrungen im sozialen, kognitiven, emotionalen und motorischen Erlebnisfeld formen sowohl die Persönlichkeit als auch die Handlungsfähigkeit der Kinder, um sie auf die anstehenden Aufgaben in Schule und Gesellschaft vorzubereiten. Nun entwickeln sich aber nicht alle Kinder gleich und dennoch soll am Ende der Kindergartenzeit die Schulreife gemeinsam erreicht sein. Um Schwierigkeiten und Unsicherheiten diesbezüglich vorzubeugen und aus dem Weg zu räumen, kann der psycho-motorische Ansatz der Motopädagogik Hilfestellung sein und Antworten geben.

Alltagsgegenstände in Spielsachen verwandeln

Mit einfachen Materialien des täglichen Lebens, beispielsweise Bierdeckel, Schöpfkellen, Pinsel, zeigte die Referentin Spiele, die alle Sinne fördern. Vor allem aber auch gerade in der freien Natur werden viele verschiedene Bewegungsabläufe mit viel Spaß trainiert. "Lassen Sie Ihre Eltern Gummistiefel für die Kinder kaufen", so die Aufforderung von Petra Sammet.

Auch für die tägliche Arbeit als Erzieherinempfahl sie: "Mit dem Herzen tun - arbeiten, den Kindern den Spaß am Spielen, Leben vermitteln." (pm)
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