Wohnheim für Behinderte eingeweiht

Blick auf den Eingang des Wohnheims der Diakonie in Gunzenhausen, Spitalstraße 29a. Foto: Klaus Heger

Das wichtigste ist, dass sich die Bewohner zu Hause fühlen", meint Roswitha Fingerhut von der Diakonie Neuendettelsau. Als Leitung Wohnen in der Region Gunzenhausen, Polsingen und Oettingen ist sie auch für das Wohnheim für Menschen mit Behinderung in Gunzenhausen verantwortlich, das jetzt gemeinsam mit der Seniorentagesstätte unter dem gleichen Dach eingeweiht wurde.

Die Diakonie will Menschen mit Behinderung Wohnformen anbieten, die dem Recht auf Teilhabe und Selbstbestimmung so weit wie möglich entsprechen. "Menschen mit Behinderung möchten sich mittendrin und akzeptiert fühlen, nicht ausgegrenzt sein", erläutert Roswitha Fingerhut. Dabei spielt das nähere Umfeld des Stadtteils oder der Kommune eine zentrale Rolle. In dem neuen behindertengerecht eingerichteten Wohnhaus in der Spitalstraße, direkt neben dem Parkplatz am Ponyhof, leben in 24 Einzelzimmern Erwachsene ab 18 Jahren bis zum Seniorenalter. Neben den Bewohnern mit einer geistigen Behinderung können auch Menschen mit einer zusätzlichen psychischen Beeinträchtigung ein Zuhause finden. Im Hauptbau befinden sich die Wohn- und Aufenthaltsräume der Bewohner, die über eine Treppe und einen Aufzug im Querhaus erreichbar sind. Im Erdgeschoss sind neben den Wirtschaftsräumen auch die Verwaltung und Einrichtungsleitung angesiedelt, im Obergeschoss die Therapie-, Hobby- und Ausweichräume.


Die Bewohner versorgen sich unter Anleitung des Pflegepersonals beim Frühstück und Abendessen selbst, ebenso die Mittagsverpflegung am Wochenende. Sie gehen dafür jede Woche gemeinsam in die Innenstadt, um die notwendigen Lebensmittel einzukaufen. Von Montag bis Donnerstag wird das Mittagsessen durch das Krankenhaus Oettingen und am Freitag durch den benachbarten Ponyhof angeliefert.


Die Kosten für den Neubau betragen insgesamt rund sechs Millionen Euro, davon entfallen knapp 4,7 Millionen auf das Wohnhaus und etwas mehr als 1,3 Millionen Euro auf die Tagesstätte. Die Einweihung nahm der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Neuendettelsau, Rektor Dr. Mathias Hartmann, vor. Zuvor hatte Abteilungsleiter Jürgen Zenker die geladenen Gäste begrüßt. Dabei wurde auch Andreas Rachinger als Mitarbeiter, nach elf Jahren Tätigkeit in Gunzenhausen und Laubenzedel, in seine neue Aufgabe in Polsingen von der Behindertensportgruppe "Fanta-Flip-Flops" verabschiedet.

(Text: Klaus Heger)
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