"Heimatstrategie" geht voran

Freuen sich über die schnellen Fortschritte bei der Umsetzung (v.l.): Bürgermeister Karl-Heinz Fitz, Karin Vedder (Landesamt für Schule), Landrat Gerhard Wägemann, Claus Pommer (Prüfungsamt), Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle und MdL Manuel Westphal. Foto: Jessica Frank

 "Die Errichtung des Bayerischen Landesamts für Schule und die Verlagerung des Prüfungsamts des Kultusministeriums nach Gunzenhausen sind wichtige Bestandteile der Behördenverlagerung im Rahmen der Heimatstrategie der Bayerischen Staatsregierung "Regionalisierung von Verwaltung", so Dr. Ludwig Spaenle im Pressegespräch am vergangenen Montag. Und dankte den Verantwortlichen des Landkreises, der Stadt Gunzenhausen und auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die rasche Umsetzung. Handle es sich doch dabei um eine der gößten Einzelverlagerung im Zuge der Behördenverlagerungen in Bayern, so der Minister. Und die hohen Bewerberzahlen beweisen die Richtigkeit der Maßnahme.

Gut vorwärtsgegangen

Formell zum 1. Januar 2017 wurde das Schulamt in Gunzenhausen errichtet. Heute, knapp ein Jahr später, erfüllen hier, am aktuellen Standort in der Stuttgarter Straße 1, bereits 35 Mitarbeiter ihre Aufgaben. Bis Ende 2018 soll sich die Zahl verdoppeln, insgesamt sollen am Ende 150 Mitarbeiter im Rahmen der Behördenverlagerung, die auch die Landesstelle für nichtstaatliche Museen in Bayern sowie die Ansiedlung des Limeskoordinators in Weißenburg und das Prüfungsamt umfasst, angesiedelt werden. Letzteres hat am 2. November mit insgesamt elf Mitarbeitern seine Arbeit aufgenommen.

Da die 850 Quadratmeter im Erdgeschoss schon jetzt eine Kapazitätsgrenze erreicht haben, dankt die Behörde dem Vermieter Sanmina für weitere rund 1500 Quadratmeter Fläche, die ab 1.1.2018 bezogen werden können.

Alle profitieren

Sowohl Landrat Gerhard Wägemann als auch Landtagsabgeordneter Manuel Westphal zeigten sich über die rasche Umsetzung sehr erfreut und dankbar für die klare Stärkung der Region: Stadt, Bewohner und Gastronomie - alle profitieren.

Auch Bürgermeister Karl-Heinz Fitz dankte für die reibungslose Zusammenarbeit und betonte den Synergieeffekt für die Stadt sowie die Region. So zeigt sich auch die eventuelle Befürchtung, ob man Leute in die Fläche ziehen kann, als unbegründet, so Westphal. Im Gegenteil, es herrsche reges Interesse. Vor allem Initiativbewerbungen für hochqualifizierte Stellen seinen aber noch sehr gerne gesehen, ergänzt Karin Vedder vom Landesamt.

So schnell als möglich

Was den endgültigen Standort des Landesamtes angeht, die ehemalige Fachakademie für Sozialpädagogik Hensoltshöhe, das "Silo", kann leider noch keine Zeitinformation abgegeben werden. Lediglich die Höhe der geplanten Investitionen kam zur Sprache: ein zweistelliger Millionenbereich! Noch laufen die Verhandlungen zwischen der Stadt Gunzenhausen und der Immobilienfirma, im Anschluss muss die Ausschreibung erstellt werden und dann müssen erstmal, "was in der heutigen Zeit gar nicht mehr so leicht ist", so der Landrat, entsprechende Auftragnehmer gefunden werden. Ein Punkt, den der Bürgermeister nicht so kritisch sieht: Scheint er doch mit der Generalsanierung der Stadthalle momentan sowohl zeitlich als auch finanziell eine Punktlandung erzielen zu können. (jf)
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